Achterberg, Eberhard

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Eberhard Achterberg

Eberhard Achterberg (Lebensrune.png 9. Januar 1910 in Oliva; Todesrune.png 1983 in Neumünster) war ein deutscher Religionswissenschaftler, nationalsozialistischer Funktionär im Amt Rosenberg und später führendes Mitglied der Deutschen Unitarier Religionsgemeinschaft.

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Eberhard Achterberg war seit Februar 1930 Mitglied der NSDAP und zeitweilig auch SA-Mann. Er wurde 1940 an der Universität Jena mit einer Arbeit über Glück und Schicksal im germanischen Lebensgefühl promoviert. Ende des gleichen Jahres wurde er stellvertretender „Schriftleiter“ der „zentralen politischen und kulturellen Zeitschrift der NSDAP“, so der Untertitel, der Nationalsozialistischen Monatshefte, die von Alfred Rosenberg herausgegeben wurden. Ab Juli 1941 war er ihr „Hauptschriftleiter“ (Chefredakteur). Rosenberg übernahm Achterberg in sein Amt, welches offiziell eine Dienststelle für die Überwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP darstellte.[1] Dort war er von März 1942 bis Januar 1943 Leiter der Abteilung für „Juden- und Freimaurerfragen“ in Vertretung von August Schirmer.

Nach dem Zweiten Weltkrieg stellte Achterberg seine publizistische Arbeit bei den Deutschen Unitariern auf eine neue Grundlage, die stark durch Albert Schweitzer geprägt war. Achterberg war einer ihrer wichtigen Meinungsbildner und „herausragenden Exponenten“ und arbeitete 14 Jahre lang als Schriftleiter der Zeitschrift Glaube und Tat – Deutsch-unitarische Blätter (heute: Unitarische Blätter), wo ihn hauptsächlich Themen mit Fragen der Wertorientierung, der antiautoritären Erziehung, der Gesellschaftspolitik und des persönlichen Miteinanders beschäftigt haben. Später war er Landessprecher der Körperschaft öffentlichen Rechts Deutsche Unitarier Religionsgemeinschaft in Schleswig-Holstein.

Kurz vor seinem Tod wurde Achterberg 1983 zum „Leiter des Geistigen Rates“ der Deutschen Unitarier gewählt.

Veröffentlichungen

  • Der deutsche Osten - Aufgabe und Verpflichtung. In: Nationalsozialistische Monatshefte, Heft 130, Jan. 1941, 12. Jg., S. 14-20
  • Not Gottes. In: Nationalsozialistische Monatshefte, Heft 152/53, Nov./Dez. 1942, 13. Jg.
  • Quo vadis, Frankreich? In: Nationalsozialistische Monatshefte, Jan. 1943, S. 55-58
  • Gegenkräfte in der Kunst. In: Nationalsozialistische Monatshefte, Heft 155/56, 1943, 14. Jg.
  • Meister Eckhart. In: Glaube und Tat, Heft 7/1960
  • Glaube im Atomzeitalter. In: Glaube und Tat, Heft 6/1962
  • Der Mensch als Ganzheit und Einheit. 1964
  • Albert Schweitzer. Ein Leben in der Zeitenwende. Helmut Soltsien Verlag, Hameln 1968
  • Arbeit für den Frieden als religiöser Auftrag. In: Glaube und Tat, Heft 12, 1971
  • Erziehung zur Zärtlichkeit. In: Wirklichkeit und Wahrheit, Heft 2, 1977
  • Wertvorstellungen als Orientierungshilfe im menschlichen Miteinander. In: Unitarische blätter, Heft 6, 1980
  • Größe und Grenzen eines religiösen Humanismus. In: Der Humanist, Folge 8, 1982
  • Die Kraft die uns trägt. Suche nach Sinn in einer bedrohten Welt. 232 S., Verlag Deutsche Unitarier, München 1985 ISBN 3-922483-05-4 (eine postume Textsammlung ab 1952, erstellt von seinem Sohn Bernhard Achterberg)

Fußnoten

  1. Christine Koch: Das Bibliothekswesen im Nationalsozialismus. Eine Forschungsstandanalyse, Tectum Verlag, 2003
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