Altgriechische Sprache

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Das Altgriechische ist eine indogermanische Sprache, die von den Griechen des Altertums gesprochen wurde. Die altgriechische Sprache hat einerseits durch die Vermittlung des Lateinischen, für dessen Geltungsbereich sie die wesentliche Bildungssprache war, andererseits durch die exemplarische erhaltene Literatur vor allem in den Bereichen Philosophie, Naturwissenschaft, Geschichtsschreibung und Dichtung eine herausragende Bedeutung für das gesamte Abendland.

Für die Entwicklung der altgriechischen Schrift war das phönizische Konsonantenalphabet von größter Bedeutung. Die erste bekannte griechische Sprache indogermanischen Ursprungs ist das Mykenische, das eine eigene Silbenschrift kannte und zwischen dem 16. und 11. Jahrhundert v.d.Z. auf dem griechischen Festland und auf Kreta gesprochen wurde. Aus ihr entwickelte sich das eigentliche Altgriechische. Die Schriften Homers sind dem Mykenischen noch recht nahe.

Das klassische Griechisch

Dialekte

In verschiedenen Wanderungsbewegungen der indogermanischen Stämme verbreiteten sich im Laufe der geschichtlich im Dunklen liegenden Jahrhunderte die verschiedenen klassischen Dialekte, das Äolische, das Dorische und das Ionische. Daraus entwickelten sich die vier klassischen Dialektgruppen ionisch-attisch, arkadisch-kyprisch, äölisch und Westgriechisch.

Der attische Dialekt stammt aus dem Ionischen. Homer verfasste seine Epen in diesem Dialekt. Außerdem war er die Sprache Athens, dem kulturellen Zentrum des klassischen Griechenlands. Aufgrund seiner kulturellen Bedeutung wurde es die richtungsweisende Sprache für die weitere Sprachentwicklung des Griechischen.

Das attische Griechisch wurde als Sprache der Klassiker auch noch nach der Durchsetzung der allgriechischen Gesamtsprache vor allem im kulturellen Bereich gepflegt.

Schreibweisen

Über mehrere Jahrhunderte gab es daher auch verschiedene Schreibweisen in den griechischen Regionen der Antike, wohl eine Folge des ausgedehnten Siedlungsgebietes der Griechen. Die Wissenschaft unterscheidet drei Gruppen der früh-griechischen Schrift:

1) Die archaischen Alphabete der dorischen Inseln (Kreta, Thera, Milos)

2) Die östlichen Alphabete (Attika, Aegina, Kleinasien, Korinth etc.)

3) Die westlichen Alphabete (Thessalien, Lakonien, Böotien, Arkadien, Euböa etc.)

Die Koiné

Im Zuge des Hellenismus verbreitete sich stammesübergreifend das Koine-Griechisch (altgr. κοινή) im gesamten Mittelmeerraum und setzte sich gegen die verschiedenen Dialekte durch, worauf es zur wichtigsten Verkehrssprache im östlichen Mittelmeerraum wurde. Für die christliche Theologie ist die Koiné vor allem bedeutend, da das Neue Testament in dieser Sprache verfaßt wurde.

Altgriechisch (Koiné) in römischer Zeit

Auch mit dem Aufstieg der römischen Macht und der Eroberung der griechischen Mittelmeergebiete durch Rom wurde die Bedeutung der Koiné keinesfalls gemindert. Im Osten konnte sich die Koiné gegen das Lateinische auf Dauer durchsetzen und auch im Westen dominierte es als Handels- und Verkehrssprache.

Durch die Eroberung der altgriechischen Welt kamen die Römer auch in engen Kontakt mit deren Kultur. Altgriechische Philosophie, Kunst und Wissenschaft beeinflussten das Römische Imperium nachhaltig. Altgriechisch etablierte sich dementsprechend auch als Bildungssprache der römischen Oberschicht.

Zitate

Siehe auch