Blutgericht (Album)

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Blutgericht (ein antiquiertes Wort für Massaker) ist das vierte Album der deutschen Pagan-Metal-Gruppe Absurd.

Es erschien auf Nebelfee Klangwerke zuerst in einer limitierten Version mit Papphülle und als Digipak. Später wurde eine neue Version in normaler Jewelcase-Aufmachung herausgegeben. Der Veröffentlichung ging eine Promo-CD-R voraus. Die Schallplatten-Versionen wurden von W.T.C. herausgegeben. [1]

Inhaltsverzeichnis

Titelliste

  1. Gottloses Mordgesindel – 5:41
  2. Heidenwut – 2:41
  3. Winterdämon – 3:13
  4. Die Galgenbrüder – 4:32
  5. Der Henker – 3:58
  6. Sturm bricht los – 3:28
  7. Die Freiheitskämpfer – 3:27
  8. Kriegertod – 5:15
  9. Totentanzlied aus Flandern – 4:58
  10. Wolfsblut – 3:24

Musikstil

Obwohl Absurd nach eigener Aussage Black Metal spielen, ist das Album dem Pagan Metal zuzurechnen. Die Musik ist zudem melodischer als dies noch auf den vorherigen Veröffentlichungen der Fall war, so findet sich z. B. mitten in dem Lied „Gottloses Mordgesindel“ ein ruhiger Teil, der nur von Akustikgitarren gespielt wird. War bei Totenlieder noch klarer Gesang von Wolf verhanden, so werden die Texte bei Blutgericht wieder rein durch Growling wiedergegeben.

Inhalt und Ideologie

In den Texten wird versucht, eine Symbiose zwischen Rittertum des Mittelalters und Ásatrú zu darzustellen. So beschreibt schon der erste Titel des Albums „Gottloses Mordgesindel“ eine sich von Kirche und Herrscher abwendende Gruppe Ritter, die einen Bund mit den alten Göttern schließen und als Raubritter mordend durch das Land ziehen. Diese Thematik war auch schon auf dem vorhergehenden Mini-Album „Raubritter“ vorhanden.

Offen nationalsozialistische oder antisemitische Aussagen wie sie auf früheren Werken noch der Fall waren, sind in den Texten nicht vorhanden. Es wird primär heidnisches und antichristliches Gedankengut verherrlicht, jedoch sind einige kleinere Anspielungen zu finden, wie etwa die Tatsache, daß sich ein Davidstern auf der im Hintergrund des Albumcovers befindlichen brennenden Kirche findet. Ferner wird schon im ersten Lied „Gottloses Mordgesindel“ über die Raubritterschar ausgesagt, daß sie sich „nie dem Gott der Hebräer [beugten]“ und ihnen die „Götter der Ahnen (...) stets näher [waren]“. Ferner hieß es in „Heidenwut“, dem zweiten Titel, der sich gegen die Christen richtet, noch „Für uns galt nur Sieg oder Walhall / Kriegsrunen raunend statt jüdisches Flehen“, womit das in der NSBM-Szene weit verbreitete Feindbild der „judeo-christlichen Besatzer“ wieder zu finden ist. Das Wort „jüdisches“ wurde jedoch wie bereits bei Facta Loquuntur und Totenlieder mit drei Punkten zensiert. Die zu Beginn des Textes vorkommende Zeile mit dem Inhalt „Wir waren nur noch wenige von dem guten alten Blut“ kann in diesem Zusammenhang als „arische Reinheit“ noch NS-Vorbild interpretiert werden.

Die Ablehnung der Zustände des christlich geprägten Mittelalters macht sich auch im dem Lied „Sturm bricht los“ bemerkbar, wo Donars Hammer „Könige und Kaiser [er]zittern [lässt]“ und der Hammer dann auch über dem Kyffhäuser, wo der greise König Barbarossa der Sage nach schläft, blitzt. In „Die Freiheitskämpfer“, wo der Text von Hendrik Möbus beigesteuert wurde, kommt es schließlich so weit, dass die ausgebeutete Bevölkerung eine Revolte gegen die Fürsten macht, als diese ihnen die Rechte aus der Vorväter Zeit verweigern.

„Der Henker“ beschreibt hingegen die Gefühls- und Gedankenwelt eines Scharfrichters, der sich damit abgefunden hat, daß er niemals Freunde haben oder Liebe empfinden wird und mit der Zeit auch Allmachtsfantasien entwickelt, da das Leben der Hinzurichtenden, alleine in seiner Hand liegt. Seiner Meinung nach liegt das Problem der Menschheit darin, daß sie „auf ewig versagen / und ihre eigenen Regeln nicht halten / und sich selten richtig betragen“.

Das Lied „Totentanzlied auf Flandern“ basiert auf dem Volkslied „Flandern in Not“. Auf dem im selben Jahr erschienenem Mini-Album Grimmige Volksmusik wurden dann fünf weitere deutsche Volkslieder als Vorlage genommen, dort jedoch textlich an die Ideologie der Musikgruppe angepasst.

Aufmachung

Das Deckblatt zeigt eine Gruppe Krieger in Rüstungen. Am oberen linken Rand ist auf einem Banner das typische Absurd-Logo mit Radkreuz und Mjölnir zu finden, die sich von einer brennenden Kirche zurückziehen. Auf einem vor der Gruppe wehenden Banner ist das Gruppen-Logo zu sehen. Bei genauerem Hinsehen fällt der Davidstern auf, der sich auf der Kirche befindet. Auf dem bei Nebelklang zu kaufendem Plakat zu dem Album wurde dieser entfernt, auf dem Überzieher ist er jedoch nicht zensiert worden.

Die Texte, die alle vollständig im Booklet abgedruckt wurden, werden mit diversen Zeichnungen von germanischen Kriegern, Skeletten, Tieren, einem Werwolf mit Axt und deutlich antichristlichen Bildern, in denen brutal hingerichtete Christen zu sehen sind, illustriert.

Als Schriftart wurde bis auf wenige Ausnahmen Frakturschrift verwendet, wobei entgegen der Regeln überall das lange s verwendet wird, jedoch wurde die Ligatur „ch“ richtig verwendet.

Unter den zahlreichen Grüßen werden unter anderem die Mitglieder der Musikgruppe Totenburg („... den dicken Jens, Herrn Rabensang ...“) gesondert gegrüßt. Ähnlich wie auf Totenlieder werden die Gegner der Musikgruppe mit den Worten „Für den ganzen Abfall dort draußen: Schwächlinge drohen, echte Kerle handeln.“ verspottet.

Trivia

  • Der Text des Liedes „Die Freiheitskämpfer“ wurde von dem früheren Gruppenmitglied Hendrik Möbus verfaßt, der im Booklet unter Verwendung der Abkürzung JFN (steht für Jarl Flagg Nidhögg, sein früheres Pseudonym) und mit dem Zusatz „Deine Zeit wird wieder kommen!“ bei den Grüßen aufgelistet ist.

Fußnoten

  1. http://forum.thiazi.net/archive/index.php/t-34011.html Verweis defekt, gelöscht oder zensiert!
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