Poesie

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Als Poesie (von altgr. ποίησις poiesis, „Erschaffung“) oder Dichtkunst wird diejenige Kunst bezeichnet, welche durch Worte die Phantasie und Einbildungskraft des Zuhörers oder Lesers anregt und ins Spiel versetzt.

Inhaltsverzeichnis

Erläuterung

In einem sehr ähnlichen Sinne wird der Begriff Dichtung verwendet, der im Unterschied zur Poesie aber weiterhin noch den Schaffensprozeß des Dichtens (von mhd. ti[c]hten für „schaffen, erdenken, aussinnen, anordnen“) bezeichnet. Darüber hinaus spricht man auch von Musikalischen, gelegentlich auch von Malerischen Dichtungen. In ebenso ähnlichem begrifflichen Zusammenhang ist der Begriff der Lyrik gebräuchlich.

Zitate

  • Allerdings ist in der Kunst und Poesie die Persönlichkeit alles; allein doch hat es unter den Kritikern und Kunstrichtern der neuesten Zeit schwache Personnagen gegeben, die dieses nicht zugestehen und die eine große Persönlichkeit, bei einem Werke der Poesie oder Kunst, nur als eine Art von geringer Zugabe wollten betrachtet wissen.“ — Goethe[1]
  • „Ich habe drittehalb Tage über eine einzige Strophe zugebracht, wo im Grunde die Sache auf einem einzigen Worte, das ich brauchte und nicht finden konnte, beruhte. Ich drehte und wandte das Ding und mein Gehirn nach allen Seiten; weil ich natürlicherweise, wo es um ein Gemälde zu thun ist, gern die nämliche bestimmte Vision, welche vor meiner Stirn schwebte, auch vor die Stirn meiner Leser bringen möchte, und dazu oft, ut nosti [wie Du weißt], von einem einzigen Zuge, oder Drucker, oder Reflex, Alles abhängt.“Christoph Martin Wieland[2]

Siehe auch

Literatur

  • Horaz: De arte poetica. In: Quintus Horatius Flaccus: Opera, lat./dt. Mit einem Nachwort hrsg. von Bernhard Kytzler (Reclam, Stuttgart 1992)
  • Arthur Schopenhauer: Zur Aesthetik der Dichtkunst. In: Die Welt als Wille und Vorstellung II, Zweiter Teilband, Kapitel 37, S. 499 (Ausgabe Diogenes, 1977, ISBN 3-257-20424-8)
  • Herbert Cysarz: Zwischen Dichtung und Philosophie oder Literaturhistorie als Schicksal, aus: Dichtung und Forschung – Festschrift für Ernst Ermatinger. Zum 21. Mai 1933, Frankfurt a. M. 1933, S. 1–9

Verweise

Fußnoten

  1. Johann Peter Eckermann: Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens, Kapitel 170
  2. Briefe an Merck, herausgegeben von Wagner, 1835, S. 193
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