Demagoge

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Ein Demagoge (von altgr. dēmagōgós (δημαγωγός), einer Zusammensetzung aus altgr. dḗmos (δῆμος) „Volk“ und agōgós (ἀγαγός) „Leiter, Führer“) bezeichnete in den antiken griechischen Demokratien, besonders in Athen, zunächst einen durchaus angesehenen Leiter und Ratgeber des Volkes, der durch feine Rednergabe einen großen Einfluß auf die Entschließungen der Volksversammlungen und dadurch auf die Leitung der Staatsangelegenheiten ausübte. Am längsten besaß eine derartige Macht und zugleich am uneigennützigsten gebrauchte sie Perikles, der daher vorzugsweise mit dem Titel Demagoge geehrt wurde. Seit Kleon (gest. 422 v. d. Z.) hat es jedoch die noch heute in zahlreichen Sprachen gebräuchliche Bedeutung von „Verführer und Hetzer“.

Im Deutschen wurde Demagoge (oft auch Demagog) besonders als Schimpfwort während der Auseinandersetzungen mit revolutionären bzw. umstürzlerischen Bewegungen des 19. Jahrhunderts geläufig. Nach den Karlsbader Beschlüssen von 1819 wurde die geläufige Verbindung „demagogische Umtriebe“ zum Schlagwort der Reaktion.

Siehe auch

Literatur

  • Rudolf Bartels: „Lehrbuch der Demagogik“, 1905 (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
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