Dietmar von Aist

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Könnecke - Dietmar von Aist.jpg

Dietmar von Aist [Eist] war ein deutscher Minnesänger im 12. Jahrhundert.

Zu seinem Wirken heißt es:[1]

„Dietmar von Aist's Gedichte zeichnen sich vor vielen späteren Dichtungen durch Innigkeit, Tiefe und Lebhaftigkeit des Gefühls vortheilhaft aus, ohne ihnen an Mannigfaltigkeit des Ausdrucks nachzustehen. So läßt er seine minnigliche Frau singen, als sie einsam auf der Haide stehend und die Ankunft des Geliebten erwartend plötzlich einen Falken auffliegen sieht:
O wohl dir Falke, du fliegest dahin, wohin dir lieb ist, du hast dir einen Baum im Walde erwählt, der dir wohlgefällt. Ach, ich habe ebenso gethan; meine Augen wählten auch einen. Um diesen einen beneiden mich nun schöne Frauen. O weh, warum lassen sie mir nicht mein Lieb; begehre ich doch keinen von ihren Trauten.
Dann wendet sie sich an den Geliebten, ihn zur Treue ermahnend, indem sie sagt, er solle andere Frauen nicht minnen.“


Könnecke - Dietmar von Aist - Drei Strophen.jpg


Frühlingstrost:[2]
AHEI, nun kommt die schöne Zeit,
Der kleinen Vögel holder Sang!
Es grünt die Linde weit und breit,
Zergangen ist der Winter lang.
Schon üben Blumen zart und bunt
Auf grüner Heide ihren Schein.
Nun wird manch krankes Herz gesund,
Und Trost zieht auch in meines ein.
Dietmar von Aist - Abschied am Morgen.jpg

Literatur

Verweise

Fußnoten

  1. Karl Barthel: Die classische Periode der deutschen Nationalliteratur im Mittelalter, 1857, S. 57 (PDF-Datei)
  2. in: Hermann Georg Fiedler: Das Oxforder Buch deutscher Dichtung, 1911 (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!