Appun, Karl Ferdinand

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Karl Ferdinand Appun (auch Carl; * 24. Mai 1820 in Bunzlau; † 18. Juli 1872 in Guayana) war ein deutscher Naturforscher und Forschungsreisender.

Appun ging 1849 (nach einer Empfehlung von Alexander von Humboldt) mit Unterstützung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. nach Venezuela, erforschte das Land 10 Jahre lang besonders in botanischer Hinsicht und begab sich dann nach Britisch-Guayana. Er bereiste ebenfalls Teile Brasiliens, vor allem die Gebiete des Amazonas, aber auch den Rio Branco und Rio Negro. Bei dieser Reise traf er auch auf dortige Indianer und verbrachte einige Monate bei ihnen. 1868 kehrte Appun nach Deutschland zurück, ging im September 1871 noch einmal nach Guayana, wobei er aber bei einer Reise in das Landesinnere verunglückte und dort am 18. Juli 1872 starb.

Werke

  • Über die Behandlung von Sämerein und Pflanzen des tropischen Süd-Amerika, besonders Venezuela’s. Bunzlau 1858
  • Unter den Tropen: Wanderungen durch Venezuela, am Orinoco, durch Britisch Guyana und am Amazonenstrome in den Jahren 1849-1868. Jena: Costenoble, 1871.
    • Venezuela. Jena: Costenoble, 1871. Unter den Tropen; 1.
    • Britisch Guyana. Jena: Costenoble, 1871. Unter den Tropen; 2.
  • Eduard Raimund Baierlein und Carl Ferdinand Appun: Bei den Indianern. Berlin; Leipzig: Hillger, 1915. Deutsche Jugendbücherei; Nr 104

Karl Ferdinand Appun schrieb auch viele Aufsätze für die Zeitschriften „Ausland“, „Globus“ und „Aus allen Weltteilen“.