Kosmodemjanskaja, Soja

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Soja Kosmodemjanskaja

Soja Anatoljewna Kosmodemjanskaja (russ.: Зоя Анатольевна Космодемьянская; Lebensrune.png 13. September 1923 in Ossino-Gai bei Tambow; Todesrune.png 29. November 1941 in Petrischtschewo bei Moskau) war eine sowjet-bolschewistische Staatsterroristin, Kriminelle und Brandstifterin.

Wirken

Zweiter Weltkrieg

Als Kosmodemjanskaja als Partisan zum Einsatz kam, stand die Wehrmacht kurz vor Moskau. Die Partisanen sollten laut Stalins Fackelmännerbefehl

„alle Orte im Hinterland der deutschen Truppen, 40 bis 60 Kilometer hinter der Front und 20 bis 30 Kilometer vom Weg entfernt zerstören und bis auf die Mauern niederbrennen“.

Zur Ausführung dieses Befehls erhielten am 18. November die Partisanen-Kommandeure Proworow und Krajnew den Auftrag, innerhalb von fünf bis sieben Tagen mindestens zehn russische Ortschaften, darunter das Dorf Petrischtschewo bei Moskau, niederzubrennen.

Nachdem sie das Dorf in Brand gesetzt hatten, wobei 20 Pferde qualvoll bei lebendigem Leib verbrannten, beschloß sie, allein nach Petrischtschewo zurückzukehren und weitere Brände zu legen, um Terror, Angst und Schrecken unter den russischen Bewohnern zu verbreiten.

Tod

Nach ihrer Bluttaten, ihr gleichaltriger gefangengenommener Genosse Wassilij Klubkow hatte sie willig verraten, wurde Kosmodemjanskaja von Bandenbekämpfer der Wehrmacht gefaßt und als Partisan in Übereinstimmung mit der Haager Landkriegsordnung gehängt. Die „Prawda“ stilisierte sie dann Anfang 1942 zur „Nationalheldin“. Stalin erkannte schnell das propagandistische Potential und ließ Kosmodemjanskaja postum am 16. Februar 1942 zur ersten „Heldin der Sowjetunion“ erklären.

Propagandistisches Gedenken

  • In Sankt Petersburg, Tambow, Dorochowo und Petrischtschewo wurden ihr Denkmäler gesetzt.
  • In der 1944 erbauten Moskauer U-Bahn-Station Partisanskaja wurde eine Skulptur von Soja Kosmodemjanskaja aufgestellt.
  • 1944 drehte Leo Arnstam einen Film (Soja) über ihr Leben.
  • Der Asteroid (1793) Zoya wurde nach ihr benannt.
  • Ihre Mutter, Ljubow Timofejewna Kosmodemjanskaja, schrieb zur Erinnerung an ihre beiden Kinder Soja und Schura (der als Soldat im Zweiten Weltkrieg) fiel) das Buch „Die Geschichte von Soja und Schura“.
  • Die DDR widmete ihr als „Die Jeanne d'Arc der Sowjetunion“ eine Briefmarke
  • In der DDR waren zahlreiche Oberschulen nach ihr benannt, so z. B. die 2. POS in Templin, eine POS in Rotterode (Thüringen), die 46. POS in Dresden (Gedenkstein vor der Schule), die 15. POS in Berlin-Prenzlauer Berg, die 27. POS in Berlin-Lichtenberg, die 7. POS in Forst und die 2. POS in Pasewalk.
  • Das Pionierferienlager auf dem Hainfeld in Stolberg (Harz) hieß so.
  • Das Panzerregiment 22 der 9. Panzerdivision der Nationalen Volksarmee führte ihren Namen.
  • Die Grundorganisation der Pionierorganisation Ernst Thälmann der Juri-Gagarin-Oberschule mit erweitertem Russischunterricht in Brandenburg an der Havel führte ihren Namen.

Verweise

Fußnoten

  1. Unnatürlich verdrehte und aufgesetzte Köpfe