Kriegslied der Deutschen
Das Kriegslied der Deutschen ist ein patriotisches Gedicht von Heinrich von Kleist aus dem Jahre 1809, das zur Überwindung der französischen Besatzung der deutschen Länder aufruft.
Text
- Zottelbär und Panthertier
- Hat der Pfeil bezwungen;
- Nur für Geld, im Drahtspalier,
- Zeigt man noch die Jungen.
- Auf den Wolf, soviel ich weiß,
- Ist ein Preis gesetzet;
- Wo er immer hungerheiß
- Naht, wird er gehetzet.
- Reinecke, der Fuchs, der sitzt
- Lichtscheu in der Erden,
- Und verzehrt, was er stipitzt,
- Ohne fett zu werden.
- Aar und Geier nisten nur
- Auf der Felsen Rücken,
- Wo kein Sterblicher die Spur
- In den Sand mag drücken.
- Schlangen sieht man gar nicht mehr,
- Ottern und dergleichen,
- Und der Drachen Greuelheer,
- Mit geschwollnen Bäuchen.
- Nur der Franzmann zeigt sich noch
- In dem deutschen Reiche;
- Brüder, nehmt die Keule doch,
- Daß er gleichfalls weiche.