Rheinisches Schiefergebirge

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Das Rheinische Schiefergebirge ist ein Mittelgebirge in Deutschland (Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland). Als geologisch-geografische Einheit reicht es jedoch weiter nach Luxemburg, Frankreich und Belgien und umfaßt auch die Ardennen. Seine höchste Erhebung befindet sich im Taunus auf dem Großen Feldberg mit 881,5 m über NN.

Der Name geht auf Karl Georg von Raumer zurück, der 1815 erklärte:

  • „Die weitverbreiteten Tonschiefer haben dem Rheinischen Schiefergebirge zu Beginn des 19. Jahrhunderts den Namen gegeben, wobei die Vorkommen in der Eifel eine entscheidende Rolle gespielt haben: Schiefer herrscht hier vor allen anderen Gesteinen in unserem Gebirge, welches ich deshalb nach ihm benenne.“

Geografische Gliederung

Das Rheinische Schiefergebirge als mittel- bis westeuropäische Naturlandschaft wird vom Rhein in zwei Teile getrennt. Das im schematischen Landkartenbild (siehe rechts) annähernd schmetterlingsförmige Gebirge ist stark ausdifferenziert und wird unterschieden in das linksrheinische und das rechtsrheinische Schiefergebirge. Seine mittlere Höhe beträgt etwa 500 m.

Begrenzt wird das Rheinische Schiefergebirge im Westen und Südwesten vom Pariser Becken, im Süden von der Saar-Nahe-Senke, dem Mainzer Becken und der Wetterau. Den Ostrand bildet die zum Westhessischen Bergland gehörende Hessische Senke. Am Nordrand sind das Niederrheinische Tiefland, die Niederrheinische Bucht und die Westfälische Bucht Teile des Norddeutschen Tieflands. Nördlich vor den Ardennen liegt unter junger Überdeckung das nur in den Tälern des südlichen Brabant aufgeschlossene altpaläozoische Brabanter Massiv.

Der Ostflügel des Rheinischen Schiefergebirges wird von der Lahn durchschnitten. Südlich der Lahn liegt der Taunus, nördlich davon der Westerwald sowie Gladenbacher Bergland, an den sich das Siegerland nach Norden anschließt. Das Sauerland als Zentrum des nordöstlichen Schiefergebirges mit dem Rothaargebirge als Kern des Hochsauerlandes geht nach Westen in das Bergische Land über. Der östlichste Zipfel wird vom Kellerwald gebildet.

Der Westflügel des Rheinischen Schiefergebirges wird von der Mosel durchschnitten, südlich von ihr liegt der Hunsrück, nördlich davon die Eifel und die Ardennen mit dem Hohen Venn.

Neben den drei Großtal-Furchen des Rheines, der Lahn und der Mosel prägen zwei größere intramontane Becken das Landschaftsbild, das Mittelrheinische Becken zwischen Koblenz und Andernach sowie das beiderseits der Lahn um Limburg gelegene Limburger Becken. Von Norden greift die Niederrheinische Bucht entlang des Rheins weit in das Schiefergebirge ein, von Südwesten die Trierer Bucht.