Kommissarische Reichsregierung

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Mit dem Überbegriff Kommissarische Reichsregierung (KRR) werden Gruppen und Organisationen bezeichnet, die behaupten, das Deutsche Reich habe seine nach der Verhaftung der Regierung Dönitz am 23. Mai 1945 verlorene Handlungsfähigkeit durch sie wiedererlangt. All diese Gruppen postulieren, sie seien (kommissarisch) beauftragt. Dies geschieht zumeist unter Berufung auf ihre Handlungsfähigkeit innerhalb der Grenzen der BRD und keine damit verbundene gesetzliche Einschränkung.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Ursprünglich gab es nur eine, die Kommissarische Regierung des Deutschen Reiches, die von dem Berliner Wolfgang Ebel (* 5. Januar 1939 in Berlin), der bis zum „Reichsbahnerstreik“ 1980 bei der Reichsbahn als Fahrdienstleiter in Berlin-Halensee arbeitete, 1985 gegründet wurde. Diese Gründung erfolgte angeblich im Auftrag des Alliierten Oberkommandos; Ebel bezeichnet sich selbst als „Reichskanzler des Staates Deutsches Reich“. Im Laufe der Zeit zerstritten sich einzelne Mitglieder mit dieser angeblichen Regierung und gründeten eigene KRRs. Die Anzahl dieser „Reichsregierungen“ läßt sich zwischenzeitlich nicht mehr näher feststellen, da nicht alle Gruppen, die als solche zu fungieren vorgeben, sich auch so bezeichnen. So gibt es eine Exilregierung, eine Deutsches Reich AG im Bundesstaat Nevada, VSA, einen Zentralrat und diverse Einzelkämpfer.

Die derzeit aktivste Gruppierung unter den diversen „Reichsregierungen“ dürfte die Exilregierung Deutsches Reich sein. Dies umfaßt die Ablehnung der Rolle der Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg (demzufolge leitet man die eigene Legitimität nicht mehr vom Alliierten Oberkommando ab), die Ablehnung der in der Verfassung der Weimarer Republik verankerten schwarz-rot-goldenen Flagge und anderer zeitgenössischer Staatssymbole, die zumindest zeitweilige Forderung nach Wiedererrichtung der deutschen Grenzen von 1914 und Nichtanerkennung des Versailler Vertrages.

Aktivitäten

Eine Haupttätigkeit der KRRs besteht darin, „offizielle“ Papiere gegen Gebühr auszugeben, wie etwa Reichsführerscheine, Reichsbaugenehmigungen oder Reichsgewerbescheine, vor allem aber Reichspersonalausweise (zum Teil auch als Reichspässe bezeichnet).

Kritik

Holger Fröhner, Autor der Weltnetz-Schrift „Die Jahrhundertlüge“, betrachtet die sogenannten Kommissarischen Reichsregierungen kritisch. Diese hält er zwar für bedenklich, hält ihnen jedoch zugute, „dass sie die Menschen über die zugrundeliegenden rechtlichen Verhältnisse im Land informieren und damit eine wichtige Arbeit leisten“.[1]

Siehe auch

Weltnetz

Weltnetzpräsenzen verschiedener Reichsregierungen

Fußnoten

  1. Die Jahrhundertlüge, Version 4, S. 109; Version 5, S. 156; Version 9, S. 275
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