Wintersonnenwende

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Julfeuer aus dem Adventskalender „Vorweihnachten“ von 1942.
Der Text stammt aus dem Lied „Hohe Nacht der klaren Sterne“ von Hans Baumann.

Das Fest der Wintersonnenwende ist seit Menschengedenken im germanischen Jahreskreis und traditionellen, vorchristlichen Jahreskreisen sonstiger Völker das allerheiligste Fest des wiederkehrenden Lichtes. Gemäß vorchristlich-germanischer Überlieferung feiern Deutsche zu diesem Anlaß das Julfest. Die Wintersonnenwende, also der kürzeste Tag im Jahr, fällt nach dem heute gebräuchlichen gregorianischen Kalender alljährlich auf den 21. Dezember. Sie bildet damit den Gegenpol zur Sommersonnenwende, welche auf den 21. Juni des Jahres fällt. Dazwischen liegen die beiden Tagundnachtgleichen im Herbst und Frühjahr.

Gemäß heute nicht mehr gültigem, von Julius Caesar eingeführten julianischen Kalender fiel die Wintersonnenwende auf den 25. Dezember. Zur Austreibung des vorchristlichen Glaubens legten die Christen das Geburtsfest Jesu Christi auf diesen Tag. Mit Einführung des gregorianischen Kalenders wurde der Termin dieses christlichen Hochfestes aber nicht auf den 21. Dezember verschoben, sondern auf dem 25. Dezember belassen.

Inhaltsverzeichnis

Sonnwendfeier

Die Motivseite der Silbermünze zeigt die Himmelsscheibe von Nebra, links davon wird die Wintersonnenwende durch einen blattlosen Ast stilisiert und rechts davon die Sommersonnenwende durch einen Ast mit Blättern, darunter erkennt man die Himmelsscheibe inmitten des Mittelberges. Die Sonne steht zur Sommersonnenwende direkt über dem Berg Brocken.

Die Sonnenwendfeier ist in Mitteleuropa ein bedeutendes vorchristliches Fest, welches nach altüberlieferten Traditionen der Germanen, aber auch Kelten und Slawen bis heute gepflegt wird. Im Laufe der Christianisierung Europas wurden die alten Sonnenwendfeiern von kirchlicher Seite wiederholt bekämpft und verboten, vermochten sie aber nie auszulöschen.

Himmelsscheibe und Julfest

Schon in der Steinzeit waren die Urgermanen in der Lage, diesen besonderen Tag, den Tag der Wintersonnenwende, zu erkennen und zu kartieren. Auf der Himmelsscheibe von Nebra sind die Sommersonnenwende (21. Juni) und die Wintersonnenwende (21. Dezember) exakt markiert.

Vor Einführung des Gregorianischen Kalenders wurde Weihnachten zur Sonnenwende gefeiert. Auf den Tag der Wintersonnenwende, der vor zwei Jahrtausenden (um die Zeitenwende) auf den 25. Dezember fiel, legten die Christen dann ihr Weihnachtsfest. Überschreiben ist besser als nur löschen, hatte man sich wohl schon damals gedacht.

Zur Wintersonnenwende steht die Sonne im Sternbild Schütze, während sie zur Sommersonnenwende zwischen den Sternbildern Stier und Zwilling so sehen ist. Dies war allerdings nicht immer so und wird sich auch in Zukunft wieder ändern.

Datum

Monatsheft Frauen-Warte, Heft 4, Dezember 1943
Jahr Sommersonnenwende Wintersonnenwende
2010 21. Juni 13.28 Uhr MESZ 22. Dezember 00.38 MEZ
2011 21. Juni 19.16 Uhr MESZ 22. Dezember 06.30 MEZ
2012 21. Juni 01.09 Uhr MESZ 21. Dezember 12.12 MEZ
2013 21. Juni 07.04 Uhr MESZ 21. Dezember 18.11 MEZ
2014 21. Juni 12.51 Uhr MESZ 22. Dezember 00.03 MEZ
2015 21. Juni 18.38 Uhr MESZ 22. Dezember 05.48 MEZ
2016 21. Juni 00.34 Uhr MESZ 21. Dezember 11.44 MEZ
2017 21. Juni 06.24 Uhr MESZ 21. Dezember 17.28 MEZ
2018 21. Juni 12.07 Uhr MESZ 21. Dezember 23.23 MEZ
2019 21. Juni 17.54 Uhr MESZ 22. Dezember 05.19 MEZ
2020 20. Juni 23.44 Uhr MESZ 21. Dezember 11.02 MEZ

Siehe auch

Literatur

  • Wintersonnenwende auf dem Rösteberge, „Wandervogel“, Dezember 1910 (PDF-Datei)

Verweise

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