Aachener Dom

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Der Aachener Dom vom Norden

Der Aachener Dom ist das bedeutendste frühmittelalterliche Baudenkmal in Europa.

Erläuterung

Über einen Zeitraum von 600 Jahren, zwischen 936 und 1531, wurden hier 30 deutsche Könige und Kaiser gekrönt. Der heutige Dom besteht aus mehreren Teilbauten, wobei das karolingische Oktogon (die Pfalzkapelle) in der Mitte angeblich durch Karl den Großen gegen Ende des achten Jahrhunderts errichtet worden sein soll. Der Baubeginn indes scheint belegt, da die Datierung von verbautem Eichenholz in Fundament und Kuppel das angenommene Alter von rund 1200 Jahren bestätigte. Demnach haben die Bauarbeiten frühestens im Jahr 793 begonnen und waren spätestens im Jahr 813 abgeschlossen.[1]

Geschichte

Die zentrale Pfalzkapelle gilt als das erste gewölbte Gebäude nördlich der Alpen und ist durch die Bauweise der klassischen Antike und die byzantinische Architektur geprägt. Sie bildet den Kern des Doms und hebt sich von den später hinzugefügten Seitenkapellen deutlich ab. Im Aachener Dom soll sich auch das Grab Karls des Großen befinden, das jedoch trotz intensivster Suche nicht gefunden wurde.[2] Dies gälte als weiteres Indiz für die Theorie der Phantomzeit. Im sogenannten Karlsschrein befinden sich Knochen, die jedoch keiner Person zweifelsfrei zugeordnet werden können. Im Jahre 2007 wurde jedoch unter dem Dom eine Grube aus der Jungsteinzeit entdeckt, die auf eine frühe Siedlungsgeschichte hinweist.[3]

Die Chorhalle wurde zwischen 1355 und 1414 erbaut. Der Barbarossaleuchter entstand um 1165 und ist eine Stiftung Kaiser Friedrichs I. und seiner Frau Beatrix. Der Marienschrein des Doms gilt als einer der bedeutendsten europäischen Kunstschätze und entstand am Übergang von der Romanik zur Gotik zwischen 1220 und 1239. Dort sollen gemäß der christlichen Legende die Windeln und das Lendentuch Jesu, das Kleid Mariens und das Enthauptungstuch Johannes des Täufers lagern.

Zweiter Weltkrieg

Im Zweiten Weltkrieg gegen Deutschland war der Dom das wiederholte Ziel anglo-amerikanischer Terrorflieger, wobei er vor allem durch Phosphorbomben stark zerstört wurde. Auch eine der interessantesten Reliquien des Marienschreins, das Silberkästchen „Noli-me-tangere“ wurde dabei durch die anglo-amerikanische Kulturbarbarei unwiederbringlich und für immer vernichtet.

Bildergalerie

Literatur

  • Franz Bock: „Karl's des Grossen Pfalzkapelle und ihre Kunstschätze; kunstgeschichtliche Beschreibung des Karolingischen Octagons zu Aachen, der späteren gothischen Anbauten und sämmtlicher im Schatze daselbst befindlichen Kunstwerke des Mittelalters“ (1865) (Band 1: PDF-Datei, Netzbuch)
  • Otto Müller: „Der Dom zu Aachen“, Verlag Königstein im Taunus (1958)

Fußnoten