Abzeichen für Beobachtungsoffiziere aus Flugzeugen (1914)

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Flugzeugbeobachterabzeichen Preußen.jpg

Das königlich preußische Abzeichen für Beobachtungsoffiziere aus Flugzeugen wurde am 27. Januar 1914 durch Kaiser Wilhelm II. gestiftet.

Unter Ausstellung eines Besitzzeugnisses wurde das Fliegerbeobachterabzeichen an Offiziere verliehen, die folgende Voraussetzungen erfüllen mußten: Sie sollten mindestens 1.000 km auf Überlandflügen in Flugzeugen zurückgelegt und erfolgreiche Erkundungsaufträge durchgeführt haben. Außerdem mußten sie eine Prüfung der technischen Hilfeleistung am Flugzeug erfolgreich abgelegt und eine Wiederholungsprüfung bestanden haben. Das Abzeichen wurde auf der linken Brustseite getragen.

Das Abzeichen für Beobachteroffiziere des Königreichs Bayern zeigt statt der Kaiserkrone die bayerische Königskrone.

Aussehen

Das ovale, silberne Abzeichen wird auf der rechten Seite von einem Eichenblattzweig auf der linken Seite von einem Lorbeerzweig eingefaßt. Am unteren Ende sind die beiden Zweige mit einer Bandschleife zusammengebunden. Überhöht wird das Abzeichen von der Kaiserkrone. In der Mitte befindet sich das Abzeichen des Armeeoberkommandos. Dabei handelt es sich um ein Quadrat.

Der Rand wird aus einem mit einer Schleife unten gebundenen Kranz gebildet. Rechts Eichenlaub, links Lorbeerlaub. Diese münden in der oben sitzenden Kaiserkrone. Im eingeschlossenen Feld ein emailliertes Quadrat. Im Hintergrund ein Strahlenkranz. Das Quadrat berührt mit den Ecken den Außenrand. Außen ein breiter roter Rand. Innen ein silbern bordiertes kleineres Quadrat mit schwarz-weiß emaillierten Vierteln.

Abzeichen für Beobachtungsoffiziere (Bayern)

Flugzeugbeobachterabzeichen Königreich Bayern.jpg

Gestiftet wurde das bayrische Abzeichen für Beobachtungsoffiziere aus Flugzeugen am 3. März 1914 durch König Ludwig III. für die bayerische Armee. Die Verleihungsbestimmungen sahen vor, daß das Abzeichen an Offiziere verliehen wurde, die folgende Anforderungen erfüllt haben mußten: Zurücklegen von mindestens 1.000 km auf Überlandflügen, das Ablegen einer Prüfung in technischer Hilfeleistung an Flugzeugen, mindestens eine Wiederholungsprüfung sowie Ausführung von Erkundungsaufträgen im Verband der Truppen. Der Offizier mußte ein Besitzzeugnis als Beobachtungsoffizier aus Flugzeugen nachweisen, das von der Inspektion des Militärluft- und Kraftfahrwesens ausgestellt worden war.

Die Beobachtungsoffiziere wurden in einer besonderen Liste geführt. Wurde der Offizier aus dieser Liste gestrichen, war er verpflichtet, das Abzeichen abzulegen und zurückzugeben. Die Aufbewahrung erfolgte im Fliegerbataillon.

Aussehen

Bekannter Hersteller war Carl Poellath aus Schrobenhausen, der auch andere Tätigkeitsabzeichen für die Fliegertruppe fertigte. Es sind Abzeichen mit und ohne Herstellerbezeichnung bekannt. Hochovales Abzeichen aus Silber hohl verbödet. Aufgelegt ein quadratisches, emailliertes Schild. Die Rückseite mit senkrechter Anstecknadel mit Gegenhaken.

Der Rand wird aus einem unten mit Schleife gebundenen Kranz gebildet. Dieser besteht links aus Lorbeerlaub und rechts aus Eichenlaub. Der Kranz mündet oben in eine große bayerische Königskrone. Das eingeschlossene Feld wird von einem Strahlenkranz ausgefüllt. Mittig aufgelegt ein quadratisches Schild, das mit den Ecken den Kranz berührt. Das Quadrat ist silbern bordiert und hat einen 4 mm breiten, rot emaillierten Rand. Das Mittelfeld ist diagonal zu je 1/4 schwarz/weiß emailliert.

Siehe auch

Literatur