Bird, Eugene

Aus Metapedia
(Weitergeleitet von Eugene K. Bird)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Eugene K. Bird (1926–2005)

Eugene K. Bird (*11. März 1926 in Lambert, Montana, Vereinigte Staaten; † 28. Oktober 2005 in Berlin) war ein VS-amerikanischer Offizier und von 1964 bis 1972 Direktor des Kriegsverbrechergefängnisses Spandau.

Leben

Er kam 1944 zur US-Armee und nahm in Europa an den Kämpfen gegen das Deutsche Reich teil. 1947 war er der oberste amerikanische Wachsoldat im Kriegsverbrechergefängnis Spandau. Von 1956 bis 1959 war er als amerikanischer Offizier am Aufbau der Bundeswehr beteiligt. Von 1964 bis 1972 war er Kommandant des Gefängnisses.

Über die Jahre im Gefängnis baute er zu dem ehemaligen Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß eine enge Beziehung auf. Dieser war in den Nürnberger Prozessen zu lebenslanger Haft verurteilt worden und war ab 1966 der einzige Insasse des Gefängnisses. Nach eigenen Angaben war Eugene Bird derjenige mit dem engsten Kontakt zu Heß, seit dieser 1941 nach England geflogen war, um den Frieden in Europa zu retten. Hierdurch wurde er zu dessen Freund und Bewunderer.

Während seiner Zeit als Gefängnisdirektor entstand das 1972 veröffentlichte Buch „Rudolf Heß, Stellvertreter des Führers“ („The Loneliest Man in The World“), das in zwölf Sprachen übersetzt wurde, in über 35 Ländern erschien und zu einem Erfolgsbuch wurde. Die Veröffentlichung des Buches führte zu seiner Entlassung in Spandau, da dies laut den alliierten Behörden einen Bruch der Gefängnisvorschriften bedeutet hatte und Heß laut diesen unter strenger Einzelhaft stand. Bird wurde weiterhin dazu gedrängt, seinen Abschied bei der US Army zu nehmen.

Bird selbst äußerte, daß er das Buch geschrieben habe, um Heß' Sicht der damaligen Abläufe zu bekommen. Er wurde in Folge auch von der CIA überwacht. Nach eigenem Bekunden bereute er es aber nie, das Buch geschrieben zu haben.

Als Rudolf Heß 1987 starb, wurde Bird einer der Wortführer derer, die die offizielle Version, daß dieser angeblich Selbstmord begangen habe, bezweifeln. Seiner Ansicht nach wurde Heß von den Briten ermordet, da die Sowjetunion unter Gorbatschow die Bereitschaft gezeigt habe, Heß freilassen zu wollen. Die Briten hätten Heß aber nicht in Freiheit sehen wollen. Zudem äußerte er Zweifel, daß der zu seiner Todeszeit 93jährige Heß physisch in der Lage gewesen wäre, Selbstmord zu begehen. Der britische Publizist Martin Allen bestätigt in seinem Buch „Churchills Friedensfalle“ diese Ansicht.

Bird war Mitglied in mehreren national-konservativen Organisationen. Hierzu gehört neben dem Arbeitskreis christlicher Publizisten (ACP) auch die Vereinigung 17. Juni 1953.

2002 wurde Eugene Bird von Ferdinand Fürst von Bismarck für seine Verdienste um Deutschland mit der Bismarck-Erinnerungsmedaille ausgezeichnet.

Siehe auch

Verweise