Grein, Michael

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Christian Wilhelm Michael Grein (geb. 16. Oktober 1825 in Willingshausen bei Ziegenhain, Hessen; gest. 15. Juni 1877 in Hannover) war ein deutscher Anglist, Germanist, Mathematiker und Naturwissenschaftler.

Wirken

Grein studierte in Marburg und Jena Mathematik und Naturwissenschaften, nebenher auch Germanistik, und wurde 1862 Privatdozent in Marburg. 1865 wurde er Archivar am kurfürstlichen Archiv in Kassel, 1870 in Marburg und 1873 daselbst außerordentlicher Professor. Sein Hauptwerk, die „Bibliothek der angelsächsischen Poesie“ (4 Bde., Göttingen 1857-64), der eine stabreimende Übersetzung der „Dichtungen der Angelsachsen“ (2 Bde., Gött. 1857-59) und eine „Bibliothek der angelsächsischen Prosa“ (Bd. 1, Gött. 1872) folgte, ist eine wertvolle Sammlung der angelsächsischen Dichtungen. Mit seinen Übersetzungen sorgte Grein für die Verbreitung der Kenntnis angelsächsischer Dichtung.

Schriften

  • Weitere W. u. a. Übersetzungen des angelsächsischen Gedichtes. Phoenix, Rinteln 1854 (Beilage zur Gymnasialprogr.)
  • Der Heliand oder die angelsächsische Evangelienharmonie, stabreimend übersetzt. 1854
  • Dichtungen der Angelsachsen, stabreimend übersetzt. 1857-59
  • Bibliothek der angelsächsischen Poesie, 4 Bde., Göttingen 1857-64
  • Das Hildebrandslied nach d. Hs. neu hrsg., kritisch bearbeitet etc. 1858
  • Ablaut, Reduplikation und sekundäre Wurzeln der starken Verba im Deutschen. 1862
  • Die hist. Verhältnisse im Beowulfliede, in: Eberts Jb. IV, 1862
  • Beowulf nebst den Fragmenten von Finnsburg und Valdere. 1867
  • Die Quellen des Heliand, nebst Tatians Evangelienharmonie. 1869
  • Bibliothek der angelsächsischen Prosa I. 1872
  • Das got. Verbum, in sprachvergleichender Hinsicht dargestellt. 1872
  • Das Alsfelder Passionsspiel, mit Wb. hrsg. 1874

Verweise