Haushofer, Karl von

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Karl Ritter von Haushofer[1] (geb. 28. April 1839 in München; gest. 8. Januar 1895 ebenda) war ein deutscher Geologe, Chemiker und Mineraloge sowie Professor der Geologie, Chemie und Mineralogie an der Technischen Hochschule München und Mitgründer des Deutschen Alpenvereins. Sein Vater war der Landschaftsmaler Max Haushofer.

Leben

Haushofer studierte in Freiberg und München, habilitierte sich an der Universität in München als Privatdozent der Mineralogie und wurde bei der Gründung der dortigen Technischen Hochschule zum Professor der Mineralogie und Eisenhüttenkunde ernannt. Mit seinen Untersuchungen „Über den Asterismus und die Brewsterschen Lichtfiguren am Calcit“ (1861) betrat er eine Bahn, welche zu sehr wichtigen Resultaten auf dem Gebiet der Kristallphysik führte. Zu der chemischen Seite seiner mineralogischen Arbeiten gehört die Schrift: „Die Konstitution der natürlichen Silikate“ (1874) sowie die Untersuchung über die Zersetzung des Granits durch Wasser an, während ihn in späterer Zeit das kristallographische Studium zahlreicher organischer Verbindungen beschäftigte.

Seine Studien über den Ausbau mikrochemischer Methoden legte er in den „Sitzungsberichten“ der Münchener Akademie und in der Schrift „Mikroskopische Reaktionen“ (1885) nieder. Ferner entwarf er eine Reihe von geologischen Landschaftsbildern, die als Wandtafeln für den Unterricht herausgegeben wurden (Kassel).

Als Mitbegründer des Deutschen Alpenvereins führte Haushofer anfangs mehrere Jahre hindurch die Redaktion der Zeitschrift dieses Vereins. 1887 wurde Haushofer zum Mitglied der Leopoldina gewählt, 1889 Direktor der Technischen Hochschule in München und 1892 Mitglied des obersten Schulrats.

Schriften (Auswahl)

Fußnoten

  1. 1891 geadelt