Im Westen nichts Neues (Roman)

Aus Metapedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Im Westen nichts Neues ist von Erich Maria Remarque verfaßter Roman, in dem dieser seine Erfahrungen im Ersten Weltkriege verarbeitet hat, das von dem Schrecken des Krieges und den damit verbundenen Folgen für die Soldaten handelt. Remarque selbst schrieb im Vorwort:

„Dieses Buch soll weder eine Anklage noch ein Bekenntnis sein. Es soll nur den Versuch machen, über eine Generation zu berichten, die vom Krieg zerstört wurde – auch wenn sie seinen Granaten entkam.“

Hauptfigur ist der 19jährige Paul Bäumer, der als einziger von seinen sieben Kameraden aus der Schulklasse an der Westfront überlebt, jedoch endet sein Leben dann abrupt im Schützengraben – „im Oktober 1918, der so ruhig und still war an der Front, daß der Heeresbericht sich nur auf den Satz beschränkte, im Westen sei nichts Neues zu melden“.

Erich Maria Remarque hat nicht zufällig den Namen der Hauptfigur gewählt. Paul Bäumer war ein erfolgreicher deutscher Jagdflieger des Ersten Weltkrieges, der als Flieger-As 43 Luftsiege errang. Er war nach dem Krieg Zahnarzt, und einer seiner Patienten war Erich Maria Remarque.

Das Werk erschien zuerst stückweise im November und Dezember 1928 in der Vossischen Zeitung, als Buch wurde das Werk vollständig im Januar 1929 herausgegeben. Der Roman erreichte große Beliebtheit und wurde noch im selben Jahr in 26 Sprachen übersetzt. Heute gibt es Ausgaben in über 50 Sprachen, die geschätzten Verkaufszahlen weltweit liegen zwischen 15 und 20 Millionen.

1933 wurden bei der symbolischen Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten auch etliche Exemplare des Werkes verbrannt, da es das Ansehen des deutschen Soldatentumes beschmutzte.

1930 wurde das Werk von dem jüdischen Regisseur Lewis Milestone verfilmt (→ Im Westen nichts Neues [1930]), 1979 und 2012 (mit Daniel Radcliffe) wurden nochmals Neuverfilmungen davon erstellt.

Als eine Art Fortsetzung von „Im Westen nichts Neues“ kann man „Der Weg zurück“ sehen, in der beschrieben wird, wie die aus dem Krieg zurückkehrenden Soldaten damit Probleme haben, sich wieder in ihre Heimat einzufügen und erkennen müssen, daß sie für die Gesellschaft wertlos geworden sind.