Flieger-As

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Flieger-Asse sind auch im 21. Jahrhundert von Interesse, so präsentierte Microsoft für Xbox im Juli 2018 das Rechnerspiel „Aces of the Luftwaffe – Squadron“ mit dem Werbetext:

„Jedes Ende ist ein neuer Anfang! Als Europa in Sicherheit zu sein schien, ergriff ein geheimes deutsches Kommando namens ‚Asse der Luftwaffe‘ die Chance, zurückzuschlagen und eine Invasion auf die USA durchzuführen! Es ist deine Pflicht, den Frieden und die Freiheit wiederherzustellen, indem du dich an Bord tödlicher Flügel aus Stahl schwingst und den Kampf gegen die zerstörerische Kriegsmaschinerie aufnimmst! Erlebe eine epische Geschichte und überlebe das Geschützfeuer über den Küsten und Städten der USA! Befehlige deine Flügelmänner, kämpfe als Team, kämpfe als Staffel!“

Als Flieger-As (auch: Fliegeras) werden in der Fliegersprache Militärflugzeugführer bezeichnet, die bei Kampfeinsätzen als Jagdflieger mindestens fünf feindliche Militärflugzeuge, unabhängig von der Anzahl der Feindflüge, abgeschossen haben. In der deutschen Fliegertruppe des Kaisers empfand man die Bezeichnung als „zu hochgestochen“, ein Jagdflieger wurde deshalb „Kanone“, ein As dagegen „Überkanone“ genannt. Innerhalb der deutschen Luftwaffe wurden erfahrene Flieger-Asse auch als „Experten“ bezeichnet, z. B. war der „Verband der Experten“ (Jagdverband 44) ein Verband der Flieger-Asse.

Abschüsse

Jeder Luftsieg mußte genauestens dokumentiert werden; hier eine beispielhafte Abschußmeldung von Walter Schuck.

Die Art der Anerkennung von Abschüssen war von Land zu Land verschieden. Für die deutschen Luftstreitkräfte galt eine strenge „Ein Flugzeugführer – ein Abschuß“-Regel, wenn z. B. mehrere an einem Abschuß beteiligt waren (was bei großen Bombern oft notwendig war), erhielt keiner der Beteiligten eine Bestätigung. Bei alliierten Luftwaffen konnten auch Anteile an einem Abschuß (engl.: kill) zuerkannt werden. Während in Deutschland die Angabe eines nicht erfolgten Abschusses als sträfliche und unverzeihliche Entehrung galt, wurde im Ausland eine Verfälschung der Abschußzahlen aus Propagandagründen hingenommen, die Militärforschung nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg zeigte auf, daß insbesondere die Royal Air Force während des Unternehmens „Adlerangriff“ und die sowjetischen Piloten im allgemeinen gerne phantastische und unbestätigte Zahlen angaben.

Bestätigung

Neben Einsatzberichten, Aussagen von Beobachtern, Bordkameras oder Schießkameras galt unter Umständen auch das Ehrenwort des Flugzeugführers. Im Ersten Weltkrieg mußten deutsche Bodentruppen nach im Luftkampf abgeschossenen Feindmaschinen suchen, um den Luftsieg zu bestätigen. Die höchste Anzahl an individuellen Abschüssen verzeichnete die deutsche Überkanone Erich Hartmann, der im Zweiten Weltkrieg 352 bestätigte Abschüsse verbuchen konnte, mit den unbestätigten wäre die tatsächliche Zahl erheblich höher gewesen.

Bekannte Asse

Flieger-As Werner Mölders; An der Ostfront, am 15. Juli 1941, errang er als erster Jagdflieger der Welt den 100. Luftsieg.

Deutsche Flieger-Asse des Ersten Weltkrieges

Eichenlaubträger Georg-Peter „Schorsch“ Eder, 572 Feindflüge, 78 Luftsiege, wobei er mit der Me 262 sagenhafte 24 Feinde abschoß, allerdings wurden ihm kriegsbedingt, da im Endkampf um Deutschland eine genaue Bestätigung des Abschusses zuweilen nicht mehr möglich war, nur 12 gutgeschrieben. Major Eder wurde selbst 17mal abgeschossen, mußte neunmal mit dem Fallschirm aussteigen und wurde 14mal verwundet.[1]
Walther Dahl, 128 bestätige Luftsiege

Kleine Auswahl der Flieger-Asse der Fliegertruppe:

Erich Alfred „Bubi“ Hartmann – das erfolgreichste Flieger-As aller Zeiten: 352 bestätige Abschüsse (davon waren 260 feindliche Jagdflugzeuge), 825 Luftkämpfe und 1.404 Feindflüge

Deutsche Flieger-Asse des Zweiten Weltkrieges

Die 55 erfolgreichsten deutschen Jagdflieger des Zweiten Weltkrieges errangen zusammen 9.752 Luftsiege. 15 Deutsche hatten jeweils mehr als 200 Luftsiege, 20 weitere über 150. Auf das Töten der Feinde kam es den Deutschen nicht an, Ziel war die Vernichtung des feindlichen Flugzeuges. Im Zweiten Weltkrieg zeigte sich jedoch, daß nicht nur die Jagdwaffe Sieger im Luftkampf werden konnte, aber auch Kampfflieger, Schlachtflieger, Zerstörerflieger, Sturzkampfflieger und Marineflieger, sogar Fliegerschützen erhielten Abschüsse gutgeschrieben, wenn sie solche als Bordschützen erzielten.

As an einem Tag

An einem einzigen Tag Flieger-As zu werden (5 bis 9 Luftsiege), kam selten vor, aber es geschah immer wieder einmal, insbesondere bei der deutschen Luftwaffe (z. B. Joachim Brendel am 9. März 1942, Joachim Wandel am 9. August 1942, Hans Waldmann am 7. Mai 1944, Nachtjäger Rudolf Frank, Hans Grünberg mit der Me 262 oder August Lambert am 12. April 1944, der Tage später noch Zweifach- und im Mai 1944 Dreifach-Flieger-As werden sollte), aber auch die finnischen Asse Ilmari Juutilainen (insgesamt 94 Luftsiege, die meisten mit der Bf 109) und Hans „Hasse“ Wind (insgesamt 75 Luftsiege), vereinzelt kam dies auch bei der Royal Air Force sowie der USAAF (z. B. der späterer Silver Star-Träger, Brigadier und Erprobungsflieger Chuck Yeager), und sogar die Franzosen hatten mit Pierre Le Gloan einen „As an einem Tag“, der am 15. Juni 1940 im Westfeldzug fünf Italiener (darunter vier Fiat CR.42) abschoß.

Zweifach- und Dreifach-Asse an einem Tag

Zweifach-Asse, somit 10 bis 14 Luftsiege an einem Tag, gab es nur dreimal:

  • Erich Rudorffer, 13 Abschüsse gegen die Rote Luftwaffe am 11. Oktober 1943
  • Erich Hartmann, 11 Abschüsse am 24. August 1944
  • Hiromichi Shinohara (von der Kaiserlich Japanischen Luftwaffe), 11 Abschüsse am 27. Juni 1939
  • Max Stotz, 10 Abschüsse am 19. August 1943

Dreifach-Asse, somit 15 bis 19 Luftsiege an einem Tag, gab es nur viermal:

Besondere Auszeichnungen für Flieger-Asse

Deutsche Auszeichnungen (Auswahl)

Rumänien

Zitate

  • „Unsere Asse kämpften, bis sie fielen.“Adolf Galland über die Opferbereitschaft deutscher Flieger-Asse im Zweiten Weltkrieg
  • „Der Sieg ging an die Alliierten, der soldatische Ruhm an die Deutschen.“ — Drew Middleton, VS-amerikanischer Militärpublizist der New York Times

Siehe auch

Literatur

  • Toliver / Constable: Das waren die deutschen Jagdflieger-Asse 1939–1945, Motorbuch, Stuttgart 1972, ISBN 978-3879431939
    • Originaltitel: Horrido! Fighter aces of the Luftwaffe, Einleitung von Adolf Galland, Macmillan, New York 1968

Fußnoten

  1. Georg-Peter Eder, Aces of the Luftwaffe
  2. Hubert Strassl, Aces of the Luftwaffe