Konjew, Iwan

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Die bolschewistische Marshall Ivan Konjew

Iwan Stepanowitsch Konjew (* 28. Dezember 1897 in Lodejno,Rußland; † 21. Mai 1973 in Moskau) war ein bolschewistischer Militär (Marschall).

Werdegang

Iwan Stepanowitsch Konjew wurde am 28. Dezember 1897 in dem Dorf Lodeino bei Nikolsk, nordwestlich von Kirow als Sohn armer Bauern geboren. Er besuchte nur kurz eine Volksschule und mußte im Alter von 12 Jahren sein Brot schon selbst verdienen.

Wirken

Iwan S. Konjew diente dem Zaren als Freiwilliger im Ersten Weltkrieg.[1] 1918 schloß er sich den Bolschewisten an, mit denen er schon vorher sympathisiert hatte, als er an der Spitze einer Freiwilligenkompanie 1918 einen antikommunistischen Bauernaufstand in seinem Heimatgebiet niederschlug. Als Kommissar des Panzerzuges Nr. 102 kämpfte er im Bürgerkrieg entlang der Transsibirischen Eisenbahn gegen die Koltschak-Truppen, die tschechische Legion und später gegen die Japaner und marodierende Kosaken des Generals Semjonow. 1921 half er unter Führung von Tuchatschewski den Aufstand der Kronstädter Matrosen niederwerfen. 1924 war Konjew bereits Korpskommandeur in der Ukraine, dann in Moskau, wo er 1926 und 1934 verschiedene Ausbildungskurse an der Frunse-Militärakademie absolvierte.[2] Konjew lernte damals im Selbststudium Deutsch und Englisch. Im Zweiten Weltkrieg war er Oberbefehlshaber der Westfront, der Kalinin-Front, der Steppen-Front und der Ukrainischen Fronten. 1946 war er Oberbefehlshaber der Landstreitkräfte und trug die militärische Verantwortung für die Niederschlagung des mitteldeutschen Volksaufstandes. Von 1955 bis 1960 oblag ihm der Oberbefehl über die Streitkräfte des Warschauer Paktes, wo er für die Niederschlagung des ungarischen Volksaufstandes verantwortlich war. Bis April 1962 war er Oberbefehlshaber der „Heeresgruppe Deutschland“. 1963 wurde er Chefinspekteur der sowjetischen Truppen. Danach ging er in den Ruhestand und verstarb 1973[3].

Fußnoten

  1. Von 1916 - 1917 tat Konjew Dienst in der zaristischen Armee.
  2. In den 1920er Jahren absolvierte er eine Ausbildung an der Allgemeinen Militärakademie der Sowjetunion.
  3. Gerhard Frey:Prominente ohne Maske international, Seite 216, FZ-Verlag 1989, ISBN 3924309108