Reichelt, Julian

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Julian Reichelt (geb. 15. Juni 1980 in Hamburg), ist Chefredakteur der BILD-Zeitung und deutschfeindlicher Autor.

Werdegang

Julian Reichelt wurde am 15. Juni 1980 in Hamburg geboren. Beide Eltern sind Journalisten. Seine Mutter Katrin Reichelt beschäftigt sich als freie Journalistin mit medizinischen Themen (Bücher und Weltnetzseite zur Homöopathie), sein Vater Hans-Heinrich Reichelt war zeitweise stellv. Redaktionsleiter der Berliner Ausgabe der BILD, ist als freier Journalist tätig und gründete gemeinsam mit seiner Frau den „Wunderbare Jahre“-Verlag für Medizinjournalismus sowie „GLOBULIX.net“.

Bereits nach dem Abitur arbeitete er als freier Autor für die BILD unter anderem in Bangkok. Er absolvierte ein Volontariat an der Axel-Springer-Journalistenschule und in der Berliner Redaktion der BILD-Zeitung.[1] Von Januar 2004 bis Juli 2005 war er bei der BILD Redakteur in den Ressorts Nachrichten sowie Leben & Wissen. Anschließend arbeitete er bis Dezember 2006 als freier Autor unter anderem für die BILD, die WELT, WELT am SONNTAG, „Park Avenue“ und „InTouch“.

Für BILD berichtete er über die Kriege in Afghanistan, im Irak und in Georgien, sowie über den Libanonkrieg im Sommer 2006. Für seine Reportage „Sie können uns töten, aber niemals besiegen“, erschienen in BILD, erhielt er 2008 den Axel-Springer-Preis für junge Journalisten in der Kategorie „überregionale Tageszeitungen“.

Julian Reichelt wurde im Januar 2007 Chefreporter bei der BILD-Zeitung. Er kämpft für eine umfassende Umvolkung und setzt sich vorbehaltlos für „Flüchtlinge“ ein.

Bereits als BILD-Reporter und Digitalchef hatte Reichelt immer wieder Aufsehen erregt und polarisiert. Neben Kommentaren im eigenen Druck- und Weltnetz-Medium nutzte er ab 2009 intensiv seinen Twitter-Account und Auftritte in Fernsehe-„Talkshows“ zur Publicity und um seine oftmals strittigen Ansichten publik zu machen. 2010 sorgte er mit einem BILD-Kommentar unter der Überschrift „Frieden schaffen mit Atomwaffen!“, in dem er sich lieber „für 8000 amerikanische Bomben als eine einzige iranische“ aussprach, für Aufregung und harschen Widerspruch. 2013 bezeichnete er in BILD Edward Snowden, den US-Computerexperten und „Whistleblower“ der NSA-Abhörprogramme, als „Held für all jene, die in Berlin, Madrid, London Busse in die Luft sprengen wollen“.

In anderen Pressemedien als „streitlustiger, konservativer Hardliner“[2][3] und „proamerikanisch bis zum Äußersten“[4][5] eingeordnet setzte sich Reichelt andererseits stets konsequent für die Aufnahme von „Flüchtlingen“ ein, die sich seit 2015 verstärkt aus den Bürgerkriegsregionen des Nahen Ostens (Syrien, dem Irak und Afghanistan) über die sog. Balkanroute auf den Weg nach Europa und v. a. in die BRD machten. Er unterstützte den aus humanitären Gründen ausgerufenen Willkommenskurs von Kanzlerin Angela Merkel, was ihm vom Tages-Anzeiger (8.2.2017) die Charakterisierung eintrug, „ein kriegsromantischer Amerikafreund mit einem Herzen für Flüchtlinge“ zu sein.

Reichelts Jahresgehalt als Chefredakteur wurde 2017 von Kennern der Medienszene auf 500.000 bis eine Million Euro geschätzt.[6]

Anfang Februar 2018 wurde bekannt, daß Tanit Koch ihren Posten als Chefredakteurin bei BILD aufgibt und den Springer-Verlag verlässt.[7] Hauptgrund des Weggangs sollen Streitigkeiten mit Julian Reichelt sein, der als bisheriger Chefredakteur von bild.de nun auch Kochs Posten übernehmen wird. In ihrer Abschiedsmail betont Koch, ihre Kompromissbereitschaft im professionellen Umgang mit Reichelt (den sie nicht namentlich erwähnt) sei aufgebraucht. Der Vorstand von Axel Springer SE, Mathias Döpfner, begrüßt die Tatsache, daß nun „klare Verhältnisse“ an der Spitze von BILD herrschten.

Im September 2019 gab der Medienkonzern Axel Springer ein großes Reformprogramm bekannt. Demnach sollen redaktionelle Stellen in zunächst nicht genanntem Umfang abgebaut und mehrere eigenständige Druckangebote (u. a. „Welt Kompakt“ und „Bilanz“) eingestellt werden. Zudem sollen die bislang weitestgehend unabhängig operierenden Redaktionen von „BILD“, „BILD am Sonntag“ sowie der regionalen „B.Z.“ enger miteinander verflochten werden. Zeitgleich will Springer in den Ausbau von Digital- und Fernsehangeboten investieren.

2020 wurde bekannt, daß Reichelt der AfD kein Interview geben wird.[8]

Auszeichnungen

  • 2008 Axel-Springer-Preis
  • 2017 Franz-Rosenzweig-Preis der Loge B’nai B’rith
  • 2018 Negativpreis „Die goldene Kartoffel“ der Neue Deutsche Medienmacher (NDM) – Zwar nimmt Reichelt die „Auszeichnung“ nicht an, doch er besucht die Verleihung und hält eine Rede, in der er sich und die BILD-Zeitung für die durch den Preis kritisierte Berichterstattung verteidigt

Zitate

  • „Egal, ob man sich bei Merkel oder Seehofer sieht, egal, ob man für oder gegen Zurückweisung an der deutschen Grenze ist – wer die Zustände in anderen EU-Staaten sieht, muss Verständnis haben für jeden Flüchtling, für jeden Migranten, der wieder und wieder versucht, nach Deutschland zu kommen.“[9]
  • „Wer heute in einer muslimischen Familie geboren und Mohammed genannt wird, genießt dieselben Grundrechte wie ein Maximilian oder ein Paul, der in einer christlichen Familie geboren wird. Diese garantierte Gleichberechtigung gilt es bedingungslos zu verteidigen. Sie ist es, die Deutschland aus der Finsternis unserer Geschichte herausgeholt hat. Entscheidend ist in Deutschland nicht, wie Eltern ihr Kind nennen, sondern wie sie es erziehen. Dieses Land fordert keine deutschen Namen ein, aber es muss Werte einfordern. Wir müssen dafür sorgen, dass ein Junge namens Mohammed alle Chancen in Deutschland hat.“[10]
  • „Ich kann durchaus sagen, daß ich die politische Führung der AfD verachte. Wenn Björn Höcke auftritt, schafft er es, in Habitus und Mimik an das Dritte Reich zu erinnern. Das ist ein Spiel, das mich abstößt.“[11]

Verweise

Fußnoten