Lenz, Anselm

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Ken Jebsen im Gespräch mit Anselm Lenz, April 2020

Anselm Lenz (Lebensrune.png 1. Mai 1980 in Hamburg) ist ein deutscher Dramaturg, Schriftsteller und Journalist.

Werdegang

Lenz war Soldat der Marine der Bundeswehr, studierte Kulturwissenschaft, Kunstgeschichte und eine Zeit lang Rechtstheorie. Seit 2006 ist er als Dramaturg tätig. Von 2010 bis 2012 produzierte er gemeinsam mit Sarah Drath das Filmspiel „Taxi Altona“. Er war Gründungsmitglied der Bar „Golem“ am Hamburger Fischmarkt, für die er wöchentlich den literarischen Newsletter „Golem Cogitationes“ verfaßte. 2014 war er Mitbegründer des „Hauses Bartleby“, das sich „Zentrum für Karriereverweigerung“ nannte und dessen Mitglieder sich gegen die Auswüchse des Kapitalismus engagierten. Seit der Nominierung des Kapitalismustribunals für den Nestroy-Theaterpreis 2016 ist Lenz eines von rund 200 Nestroy-Akademiemitgliedern auf Lebenszeit. Für die Neuübersetzung von Oscar Wildes „Die Seele des Menschen im Sozialismus“ beauftragte ihn der Verlag Edition Nautilus mit dem Vorwort.

Der linke Berichterstatter Lenz, der für Magazine und für die Tageszeitungen „taz“, „Die Welt“ und „junge Welt“ schrieb und unter anderem am Schauspielhaus Hamburg arbeitete, gilt als Hauptinitiator der Aktionsfront „Nicht ohne uns“, welche anläßlich der Corona-Krise die von der Polizei bekämpften und von den Systemmedien diffamierten „Hygiene-Demos“ am Rosa-Luxemburg-Platz organsierte. Die wöchentlichen Aktionen wurden auch zur Verteilung der Zeitung „Demokratischer Widerstand“ verwendet.

Hygienedemo vom 1. Mai 2020

Am 1. Mai 2020 wurde Lenz in Berlin gewaltsam festgenommen.

Für Notstands-Gegner war der Rosa-Luxemburg-Platz an diesem Freitag gesperrt. Statt dessen durfte das Bündnis „Seebrücke“ darauf demonstrieren, das sich für offene Grenzen und Masseneinwanderung ausspricht. […] In den letzten Wochen fand die Hygienedemo auf dem Rosa-Luxemburg-Platz statt. Diesen Freitag mussten die Protestler jedoch in die umliegenden Straßen ausweichen. Der Grund: Auf dem Platz wurde bereits demonstriert. Das Bündnis Seebrücke, das seit Jahren für mehr Migration agitiert, hat ausgerechnet dort eine Demonstration angemeldet. Und erstaunlicherweise die Erlaubnis dafür bekommen. Zwar mit begrenzter Teilnehmerzahl, aber ohne Gegenwind von der rot-rot-grünen Landesregierung. Die Berliner Volksbühne, die zuvor mit Bannersprüchen wie „Wir sind nicht eure Kulisse!“ ihre Ablehnung gegenüber den Bürgerprotesten bekundet hat, ziert nun ein riesiges Transparent, beschrieben mit den Worten „Leave no one behind“. Gemeint sind die in Griechenland auf ihre Einreise wartenden Migranten, die man nach Ansicht der „Seebrücke“ und offensichtlich auch des Theaters nicht dort „zurücklassen“ dürfe. Ein „Seebrücke“-Ahänger begibt sich immer wieder an die polizeiliche Absperrung, wo die vom Platz vertriebenen Lockdown-Gegner ausharren und präsentiert ein selbstgebasteltes Schild, auf dem zu lesen ist: „Nationalismus ist das Virus“. Als sich die anwesenden Journalisten mit ihren Kameras auf ihn stürzen, lächelt er stolz.[1]

Siehe auch

Verweise

Fußnoten