Mundilfari (Riese)

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Mundilfari (auch Mundilfare, altnord. Mundilföri „der sich nach bestimmten Zeiten bewegt“, „Beweger der Weltachse“) gilt in den Liedern der germanischen Mythologie als Vater der Sonnengöttin (Sunna, Sol) und des Mondgottes (Mano).[1] Er zählt zu den Riesen, der aber in Midgard lebte.

Mythologie

Eigentlich wollte Mundilfari seine Tochter Sunna mit einem Mann namens Glenur vermählen, doch waren die Götter (Asen) über Mundilfaris Stolz erzürnt (da sie es als anmaßend empfanden, daß Mundilfari seine Kinder nach Sonne und Mond benannte) und verlangten, daß die Geschwister in Wagen über den Himmel ziehen[2]. Seither ziehen die beiden täglich als Sonne und Mond über den Himmel[3]. Links wird der Mond von Leichtfuß gezogen, während zwei unermüdliche Rösser den größeren Sonnenwagen ziehen.

Rezeption

Der Berliner Autor Max Ferdinand Seebaldt von Werth (1859 bis 1916) hielt Mundilföri für den Schöpfer des Universums aus dem Urchaos. Guido von List nahm diesen Gedanken auf und erklärte, die Swastika sei aus dem Feuerquirl entstanden, mit dem Mundilfari den Kosmos erschaffen habe[4].

Siehe auch

Verweise

Fußnoten

  1. Siehe: Gylfaginning, 11
  2. Gylfaginning, 11
  3. Wafthrudnirlied, 23
  4. Vgl.: Nicholas Goodrick-Clarke: Die okkulten Wurzeln des Nationalsozialismus, Seite 50f., Aus d. Engl. v. Susanne Mörth. (Orig. 1982) Marix-Verlag, Wiesbaden, 2004.)