Guido von List

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Der Wiener Schriftsteller Guido von List um 1909

Guido von List (Lebensrune.png 5. Gilbhart 1848 in Wien; Todesrune.png 17. Wonnemond 1919 in Berlin) war ein deutscher Schriftsteller.

Herkunft

Guido List war der älteste Sohn des Wiener Lederhändlers Karl Anton List. Seine Mutter Maria List, geb. Killian, entstammte ebenfalls einer Wiener Kaufmannsfamilie.[1] Er wurde konservativ-katholisch erzogen. Schon früh begeisterte er sich für die Natur und begann, gefördert durch seinen Vater, Landschaften und Burgen zu malen. Weitere Interessen waren der Alpinismus und das Rudern. Späteren Selbstdarstellungen zufolge entwickelte er in jungen Jahren auch eine Neigung zum Spirituellen und ein starkes Interesse an germanischer Mythologie, verbunden mit einer Ablehnung des in Österreich vorherrschenden Katholizismus.

Wirken

Von List benannte seine Glaubenslehre („Wotanismus“) nach Wotan, dem höchsten Gott unserer Vorväter. Als Überlieferung der alten germanischen Mythologie betrachtete er die nordische Edda, deren Urheber er als germanische Flüchtlinge vor der christlichen Verfolgung ansah. Ein von List besonders herausgehobener Aspekt ist die magische Kraft der Runen, von der bereits im Edda-Lied Hávamál die Rede ist. Lists originäre Leistung, die ihn nach Goodrick-Clarke zum „Pionier des völkischen Runenokkultismus“ machte, bestand darin, jeder der 18 Strophen des Hávamál eine Rune des Futharks zuzuteilen und jeweils deren verborgene Bedeutung zu ergründen.

Von List gilt als der eigentliche Begründer der Ariosophie. Die nach ihm benannte, im Jahre 1908 gegründete Guido-von-List-Gesellschaft unterstützte den völkischen Schriftsteller bei seinen Arbeiten.

Werke

Literatur

  • Horst E. Miers: Lexikon des Geheimwissens. Wilhelm Goldmann Verlag, München 1993, ISBN 3-442-12179-5, S. 385

Siehe auch

Fußnoten

  1. Zu Lists Biographie und Werk siehe Nicholas Goodrick-Clarke: Die okkulten Wurzeln des Nationalsozialismus, Wiesbaden 2004, S. 36–48