Jackson, Robert Hougwout

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Robert Hougwout Jackson (geb. 13. Februar 1892 in Spring Creek, Pennsylvanien; gest. 19. Oktober 1954 in Washington D.C.) war ein VS-amerikanischer Jurist, Freimaurer und Chefankläger beim Nürnberger Tribunal.

Leben und Wirken

Jackson war der Sohn eines VS-amerikanischen Bauern und dessen niederländischer Frau. Er studierte Rechtswissenschaften an der Universität von Albany und erhielt 1913 seine Zulassung zum Rechtsanwalt von der Anwaltskammer in Neu York. 1918 ließ er sich als Anwalt in Jamestown nieder.

Er war Vizepräsident des Generalrates der Bank von Jamestown und arbeitete später an verschiedenen Stellen in der staatlichen Verwaltung. Von 1936 bis 1939 war er stellvertetender Justizminister der VSA[1] und 1940 Justizminister. Ab Juli 1941 war Jackson Richter am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten.[2]

1945/46 fungierte er als Chefankläger der VSA bei den Nürnberger Schauprozessen. Sein Assistent war der aus Polen stammende Jude Raphael Lemkin. Wie es zur Einrichtung des Tribunals kam, berichtete der Zionist Nahum Goldmann so:[3]

„Während des Krieges hatte der Jüdische Weltkongreß in Neu York ein Institut für jüdische Angelegenheiten geschaffen, dessen Sitz heute in London ist. Seine Leiter waren zwei bedeutende litauische Juden, Jacob und Nehemiah Robinson. Dank ihnen arbeitete das Institut zwei absolut revolutionäre Ideen aus: Das Nürnberger Tribunal und die deutsche Wiedergutmachung. [...] Wir hatten Erfolg, weil es Robinson gelang, den Richter am Obersten amerikanischen Gerichtshof, Robert Jackson, zu überzeugen.“

Für seine „Verdienste“ wurde er 1951 für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen.[4]

Fußnoten

  1. Vgl.: „Attorney General“, in der BRD „Generalbundesanwalt“, der in den VSA auch dem Justizministerium vorsteht
  2. Eintrag „Jackson, Robert H.“ in Munzinger Online/Personen – Internationales Biographisches Archiv
  3. 96-book.png  Faksimile Nahum Goldmann: The Jewish Paradox, Grosset & Dunlap, 1978, S. 122:

    „During the war the WCJ had created an Institute of Jewish Affairs in New York (its headquarters are now in London). The directors were two great Lithuanian Jewish jurists, Jacob and Nehemiah Robinson. Thanks to them, the Institute worked out two completely revolutionary ideas: the Nuremberg tribunal and German reparations. [...] The success came from Robinson managing to convince the Supreme Court judge, Robert Jackson“

  4. Robert H. Jackson, Der Spiegel, 14. März 1951