Rubin, Robert

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Robert E. Rubin (2007)

Robert Edward Rubin (* 29. August 1938) ist ein jüdischer VS-amerikanischer Bankier, Geschäftsmann sowie Politiker. Er war Vorsitzender der „National Economic Council“ (1993–1995) und US-Finanzminister (1995–1999).

Werdegang

Robert Edward Rubin wurde am 29. August 1938 in Neuyork in einer jüdischen Familie geboren. Der Großvater väterlicherseits war mittellos aus Weißrussland eingewandert. Sein Vater Alexander Rubin war Anwalt, sein Großvater mütterlicherseits ebenso.

Nach dem Besuch einer High School in Florida studierte Robert Rubin an der Harvard University, die er 1960 mit dem Bachelor-Grad (AB) verließ, ging 1961 an die London School of Economics und fügte anschließend ein Jura-Studium an der Yale University an, das er 1964 ebenfalls mit Erfolg (LLB) abschloss. 1965 erhielt er die Anwaltszulassung für den Staat Neuyork.

Wirken

Nach seinem Studium war Robert Rubin zunächst zwei Jahre lang als Jurist in der Neuyorker Kanzlei Cleary, Gottlieb, Steen and Hamilton tätig. 1966 trat er in die 1869 gegründete Neuyorker Investmentgesellschaft Goldman, Sachs & Co. ein und begann in der Abteilung Mergers & Acquisitions.[1]

Er war als 70. Finanzminister der VSA während Bill Clintons erster und zweiter Amtsperiode tätig. Die an der Politik des ausgeglichenen Staatshaushalts orientierte Wirtschafts- und Wettbewerbspolitik der Clinton-Regierung wurde später nach ihm mit dem Begriff „Rubinomics“ bezeichnet. Er arbeitete u.a. bei der amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs. Heute zählt Robert Rubin neben Paul Volcker, Austan Goolsbee und Jason Furman auch zum engeren Kreis der wirtschaftspolitischen Berater des demokratischen Präsidenten Barack Obama.[2]

Als Berater der Citigroup zurückgetreten

Der frühere US-Finanzminister Robert Rubin war im Januar 2009 mit sofortiger Wirkung von seinem Amt als Berater der Citigroup zurückgetreten. Er bedaure zutiefst, daß er, ebenso wie viele andere, die Verwerfungen in der Finanzbranche nicht früh genug erkannt habe.[3] Er möchte sich wieder stärker in der Politik engagieren.

Rubin, der in den vergangenen zehn Jahren 115 Mio. $ bei der Citigroup verdiente, war wiederholt angegriffen worden. Kritiker werfen ihm vor, das ehemals größte Finanzinstitut der Welt in eine zu riskante Strategie getrieben zu haben. Der Aktienkurs der Bank ist in dieser Zeit um 70 Prozent gefallen. Die Regierung musste das Geldhaus mit 45 Mrd. $ stützen, um einen Kollaps zu verhindern. Zudem übernahm die Regierung Bürgschaften über 306 Mrd. $.[4]

Mitgliedschaften

Er ist Mitglied im Council on Foreign Relations und Bilderberger.

Literatur

  • George Packer: Die Abwicklung. Eine innere Geschichte des neuen Amerika. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main ³2014, ISBN 978-3-10-000157-3 [Originalausgabe: The Unwinding. An Inner History of the New America, 2013], S. 254ff.

Fußnoten

  1. Seine Ausbildung als Banker erhielt er bei Goldman Sachs.
  2. Vgl. Ingar Solty (2008): Das Obama-Projekt: Krise und charismatische Herrschaft. Hamburg: VSA
  3. Ex-Finanzminister: Rubin tritt als Citi-Berater zurück, ftd.de, 12. Januar 2009
  4. Amerika: Citigroup droht Zerschlagung, faz.net, 12. Januar 2009