Sachs, Nelly

Aus Metapedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Aufnahme in Berlin 1938(!)

Nelly Sachs, eigentlich Leonie Sachs (geb. 10. Dezember 1891 in Berlin; gest. 12. Mai 1970 in Stockholm) war eine jüdische Schriftstellerin und Lyrikerin in Deutschland und Schweden.

Werdegang

Sie kam 1891 in Berlin als Tochter eines jüdischen Fabrikanten zur Welt. Ihre Lyrik wurde zuerst von der „Vossischen Zeitung“ bekanntgemacht (1929).[1] 1940 zog sie nach Schweden, wo sie die Staatsbürgerschaft annahm. Es wird berichtet, daß sie einen psychischen Zusammenbruch nach einem Besuch in Restdeutschland 1960 erlitten habe.[1] Sie wurde u. a. mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (1965) geehrt. Die Stadt Dortmund stiftete einen nach ihr benannten Preis, der ihr auch als erster verliehen wurde. 1966 verlieh das Nobelpreiskomitee ihr – gemeinsam mit Samuel Josef Agnon – den Nobelpreis für Literaturfür ihre hervorragenden lyrischen und dramatischen Werke, die das Schicksal Israels mit ergreifender Stärke interpretieren.

Ihre Werke sind bestimmt von einer auf altjüdischem Chassidismus fußenden Mystik. Davon zeugt insbesondere ihr Mysterienspiel „Eli“. Im „Neuen Lexikon des Judentums“ heißt es, Nelly Sachs sei neben Paul Celan die eigentliche Dichterin der sogenannten „Shoa“ gewesen.[1]

Auszeichnungen

Nelly Sachs zu Ehren existiert der sogenannte „Nelly-Sachs-Preis“.

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 1,2 David Korn: Wer ist wer im Judentum? - FZ-Verlag ISBN 3-924309-63-9