Schauprozeß

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Bei einem Schauprozeß steht die Verurteilung des Beschuldigten meistens von vornherein fest. Das Urteil wird nicht nach Rechtsprinzipien des jeweiligen Staates gefällt, sondern nach den Prinzipien des herrrschenden politischen Systems. Das Ziel ist die Disziplinierung der Bevölkerung, weil das Handeln nicht dem Willen des Staatsvolkes entspricht, sondern vielmehr die Macht der Obrigkeit über das Staatsvolk zeigt.

Der Begriff Schauprozesse gewann insbesondere bei den stalinistischen Säuberungen an Bedeutung, wo Rechtsbrecher der Öffentlichkeit zur Schau gestellt wurden, um die Legitimität des Verfahrens unter Beweis zu stellen.

Bei einem Schauprozeß dient das Verfahren nicht der Aufklärung des Rechtsbruchs, sondern hat nur den Zweck, nach außen einen Rechtsstaat vorzutäuschen und nach innen propagandistisch Terror zu verbreiten. Schauprozesse werden besonders häufig angewandt, um politisch mißliebige Personen zu diskreditieren und daher oft als große Medienspektakel inszeniert, um der Abschreckung und Disziplinierung Andersdenkender zu dienen. Schauprozesse sind nur möglich in totalitären Staaten mit volksfeindlicher Gewaltenteilung wie in einer sogenannten Demokratie nach dem Vorbild der westlichen Wertegemeinschaft.

Siehe auch

Verweise