Weiße Frau

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Die Weiße Frau gehört zu den Naturgeistern und besitzt Züge der elbischen Wesen. Die ältesten Berichte über die Erscheinung stammen aus dem 15. Jahrhundert. In zahlreichen Sagen wird auch Holle oder die sächsische Ursula als weiße Frau bezeichnet. Die weißen Frauen, in Kärnten auch die Saligen genannt, wirken fruchtbarkeitsfördernd und sind zuweilen schicksalskundig. Weiß galt im Mittelalter als die Farbe der Gerechtigkeit. Erscheinungen weißer Frauen sind bis heute verbreitet.

Auftreten und Attribute

Sie wird zuweilen als eine Angehörige der betroffenen Familie beschrieben, oft die Ahnmutter oder Letzte des Geschlechts und berührt sich daher mit dem Kobold. Als guter Geist zeigt sie wichtige bevorstehende familiäre Ereignisse wie Geburten und Todesfälle an. Den Bauern der sie achtet unterstützt sie durch wirtschaftliches Wachstum. Wie die anderen Elben flieht sie vor Lärm und verträgt keine Unreinheit. Ihre Kleidung ist meist schneeweiß, wechselt aber in einigen Familiensagen zu schwarz, wenn sie Todesfälle anzeigt.

Vorstellungen der weißen Frau in den einzelnen deutschen Ländern

Sagen über weiße Frauen sind weit verbreitet und finden sich in ganz Deutschland.

Bayern

Böhmen

Thüringen

Sachsen

Literatur

  • Julius Freiherr von Minutoli: Die weiße Frau. Geschichtliche Prüfung der Sage und Beobachtung dieser Erscheinung seit dem Jahre 1486 bis auf die neueste Zeit, 1850 (PDF-Datei)