Wanka, Johanna

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Johanna Wanka

Johanna Wanka, geborene Müller (Lebensrune.png 1. April 1951 in Rosenfeld), ist eine deutsche Mathematikerin und Politikerin der BRD-Blockpartei CDU. Sie war von 2013 bis 2017 Bundesministerin für Bildung und Forschung. Zur Erreichung ihrer politischen Ziele schreckt Wanka auch nicht vor dem Gebrauch rechtswidriger Mittel zurück.[1]

Werdegang

Johanna Wanka, ev., geb. Müller, wurde am 1. April 1951 in der nordsächsischen Gemeinde Rosenfeld in der damaligen DDR geboren. Sie besuchte die Grundschule in Großtreben (1958–1966) und die Erweiterte Oberschule (EOS) in Torgau (1966–1970). Anschließend studierte sie an der Universität Leipzig Mathematik (1970–1974). Ihre Diplomarbeit schrieb sie zum Thema „Räumliche Randwertaufgaben der Potenzialtheorie mit Koppelungsbedingungen“. Ihre Dissertation zum Dr. rer. nat. (1980) trug den Titel „Lösungen von Kontakt- und Steuerproblemen mit potenzialtheoretischen Mitteln“.

Wirken

Ihre Berufslaufbahn begann Johanna Wanka 1974 als wissenschaftliche Assistentin an der Technischen Hochschule Merseburg, Fachbereich Mathematik. Nach ihrem Aufstieg zur wissenschaftlichen Oberassistentin 1985 lagen Wankas Hauptaufgaben in der Lehre. Sie bildete Mathematiker, Physiker sowie Verfahrens- und Werkstofftechniker aus und betreute Diplom-, Jahres-, Praktikums- und Beleg- sowie Forschungsarbeiten. 1993 wurde sie an der im Jahr zuvor zur Fachhochschule umstrukturierten Hochschule Merseburg zur Professorin im Fachbereich Ingenieurmathematik, Informatik und Angewandte Naturwissenschaften berufen. Bereits im März 1994 erfolgte ihre erstmalige Wahl zur Rektorin dieser Hochschule (sie amtierte bis Oktober 2000).

Ihre Politarbeit begann im Frühjahr 1989 in der sogenannten „Bürgerrechtsbewegung“ der DDR. Sie war im September 1989 Gründungsmitglied im „Neuen Forum“ (NF) in Merseburg, für das sie nach der Wende, der Auflösung des sozialistischen Regimes in der DDR, der Öffnung der innerdeutschen Grenzen und dem Anschluß der DDR an die BRD am 3. Oktober 1990 von 1990 bis 1994 im Kreistag saß. Dem Bildungsausschuß des Kreistags gehörte sie ab 1994 als berufene Bürgerin an. Sie arbeitete in verschiedenen Hochschulgremien und Strukturkommissionen in Mitteldeutschland mit. Zweimal war sie als künftige Ministerin im Gespräch: 1994 zeigte die Landesregierung in Brandenburg Interesse, 1998 gehörte sie dem sachsen-anhaltinischen Schattenkabinett des Kandidaten Christoph Bergmann für das geplante Ressort Bildung, Wissenschaft und Innovation an.

Als im Oktober 2000 Brandenburgs Kulturminister Wolfgang Hackel (CDU) wegen privater Unternehmertätigkeit zurücktrat, berief Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) die damals politisch eher unbekannte Wanka als dessen Nachfolgerin. Stolpe und die CDU unter Landeschef Jörg Schönbohm waren nach den Landtagswahlen vom September 1999 eine Große Koalition eingegangen.

Johanna Wanka war Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Brandenburg (2000–2009) sowie Ministerin für Wissenschaft und Kultur in Niedersachsen (2010–2013). Sie ist seit dem 14. Februar 2013 Bundesministerin für Bildung und Forschung.

Gegen Rechts

Wanka verschickte am 4. November 2015 eine Pressemitteilung über ihr Ministerium,[2][3] in der es hieß:

Die Rote Karte sollte der AfD und nicht der Bundeskanzlerin gezeigt werden. Björn Höcke und andere Sprecher der Partei leisten der Radikalisierung in der Gesellschaft Vorschub. Rechtsextreme, die offen Volksverhetzung betreiben wie der Pegida-Chef Bachmann, erhalten damit unerträgliche Unterstützung.[1]

Mitgliedschaften/Ämter

Vizepräsidentin der Landesrektorenkonferenz Sachsen-Anhalt (1994–1998), stellvertretende Vorsitzende des Beirates für Wissenschaft und Forschung des Landes Sachsen-Anhalt (1995–1998), Mitglied der Strukturkommission des Landes Thüringen zur Errichtung der Fachhochschule Nordthüringen (1995–1996), Mitglied der Strukturkommission des Landes Thüringen zur Errichtung der Fachhochschule Ostthüringen (1997–1998), Mitglied der Ständigen Kommission für Planung und Organisation der Hochschulrektorenkonferenz (HRK 1998–2000), Mitglied des Hochschulrats des Landes Brandenburg (1999–2000), Mitglied im Senat der HRK (ab 01/1999), Mitglied im Kuratorium des Deutschen Studienpreises der Körber-Stiftung Hamburg (ab 1995), CDU-Kreisvorsitzende Dahme-Spreewald (12/2003–2/2011), stellvertretende Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung (1/2010–6/2011).

Auszeichnungen

Familie

Johanna Wanka ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sie lebt in Potsdam. Ihr Mann Gert Wanka ist Inhaber des Lehrstuhls für Angewandte Mathematik (Approximationstheorie) an der TU Chemnitz.

Filmbeiträge

AfD-Spitze erfreut über Urteil in Fall Wanka: „Gott sei Dank gibt es noch Richter in Karlsruhe“

Fußnoten