Mein Vaterland (Gedicht)

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Mein Vaterland ist ein vaterländisches Gedicht von Ernst Vincke mit unbekannten Entstehungsdatum, aber das, wie viele seiner 106 bekannten Gedichte und Lieder, beispielsweise „Dem 18. Juni 1815“, unter dem Eindruck der Deutschen Erhebung während der Befreiungskriege entstand.

Inhaltsverzeichnis

Erläuterung

Das Gedicht wurde er erstmalig am 22. Oktober 1829 in der „Neuen Speyerer Zeitung“ (Nummero 129, Seite 3) veröffentlicht, dann erneut 1840 in Vinkes 319seitiges Werk „Gedichte“, (Seite 250–251) in einer leicht abgeänderten, dem sich im Deutschen Bund zunehmend durchgerungenen Preußentum würdigenden Form veröffentlicht.

Zahlreiche Gedichte und Lieder von Vincke wurden auch von bekannte deutsche Komponisten vertont, so z. B. „Des Hauptmanns Wunsch“ aus dem Jahre 1840 (1828 veröffentlicht unter dem Titel Mein Wunsch, wenn ich – Hauptmann seyn werde.) von Albert Lortzing (1801–1851), „Krieglieder“ von August Neithardt (1793–1861) oder auch „Sprache der Liebe, wie klingest du schön“ und „Frühlingslied“ von Gustav Rebling (1821–1902).

Text

Version 1829


Mein Vaterland.
Wo ist mein Vaterland?
Wo noch die deutsche Treue gilt,
Wo sich die Wahrheit nicht verhüllt;
Wo Kühnheit aus den Blicken strahlt,
Der Muth des Mannes Wangen malt;
Wo Liebe stets ein festes Band
Um Volk und edle Fürsten wand,
Da ist mein Vaterland!
Wo ist mein Vaterland?
Wo nicht die Freiheit sterbend ringt,
Nicht Willkühr ihre Geißel schwingt;
Wo unter Thrones Purpurzelt
Gerechtigkeit die Waage hält,
Und Milde sich mit ihr verband,
Den Scepter schwingt der Stärke Hand,
Da ist mein Vaterland!
Wo ist mein Vaterland?
Wo nicht das Schwert der Meinung blitzt,
Wo Weisheit jeden Glauben schützt,
Wo Christenliebe Duldung lehrt,
Den Bruder gern im Menschen ehrt;
Wo Dummheit nicht voll Unverstand
Die Kunst und Wissenschaft verbannt,
Da ist mein Vaterland!
Wo ist mein Vaterland?
Wo, wenn der Feind die Grenzen stürmt,
Das Volk sich ihm entgegenthürmt,
Treu Jeder an dem Fürsten hält,
Und gern für ihn und Freiheit fällt,
Da, ruf’ ich bis zum Grabesrand,
Voll Stolz, da ist mein Vaterland,
Mein theures Vaterland.
Völkerschlachtdenkmal (Ansichtskarte) und Aufruf zu deutscher Einigkeit

Version 1840


Mein Vaterland.
Wo ist mein Vaterland?
Wo noch die deutsche Treue gilt,
Wo sich die Wahrheit nicht verhüllt,
Wo Kühnheit aus den Blicken strahlt,
Der Muth des Mannes Wangen malt;
Wo Liebe stets ein festes Band
Um Volk und edle Fürsten wand,
Da ist mein Vaterland!
Wo ist mein Vaterland?
Wo nicht die Freiheit sterbend ringt,
Nicht Willkühr ihre Geißel schwingt,
Wo unter Thrones Purpurzelt
Gerechtigkeit die Waage hält,
Und Milde sich mit ihr verband,
Den Zepter schwingt der Stärke Hand,
Da ist mein Vaterland!
Wo ist mein Vaterland?
Wo nicht das Schwert der Meinung blitzt,
Wo Weisheit jeden Glauben schützt,
Wo Christenliebe Duldung lehrt,
Den Menschen gern im Menschen ehrt;
Wo Fanatismus, Unverstand
Die Kunst und Wissenschaft verbannt,
Da ist mein Vaterland!
Wo ist mein Vaterland?
Wo, wenn der Feind die Grenzen stürmt,
Das Volk sich ihm entgegen thürmt,
Treu Jeder an den König hält,
Und gern für ihn und Freiheit fällt:
Da, ruf’ ich bis zum Grabesrand,
Voll Stolz, da ist mein Vaterland,
Mein theures Preußenland.

Siehe auch

Meine Werkzeuge