Autarkie

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Die Autarkie (aus dem Altgriech. αὐτάρκεια „Selbstgenügsamkeit“, „Selbständigkeit“) , wurde von der deutschen historischen Schule (die den Begriff der Großraumautarkie prägte) vertreten. Sie ist die Antwort auf die Globalisierung der Weltwirtschaft. Die Großraumautarkie besteht nicht darin, sich stur abzuschotten, sondern beruht auf dem Prinzip der Kontingentierung: Der betroffene Wirtschaftsraum beschränkt seine Einfuhren auf Waren, die er selbst nicht herstellen oder produzieren kann. Der internationale Handel wird demnach nicht abgedrosselt, sondern in Grenzen gehalten mit dem Ziel, die politische und energetische Unabhängigkeit zu erreichen und die eigene Industrie zu schützen. Durch die Beschränkung übernationaler Konzerne sowie außereuropäischer Finanzbeteiligungen zielt die Autarkie zugleich darauf ab, die Globalisierungstendenzen der ›Neuen Ökonomie‹ einzudämmen, die sich als äußerst empfindlich erweisen. Die Autarkie kommt auch den europäischen Arbeitskräften zugute, indem sie verlangt, daß außereuropäische Arbeitskräfte im europäischen Wirtschaftsraum nicht arbeiten dürfen, außer vielleicht an hochqualifizierten Arbeitsstellen. Desgleichen zielt die Autarkie darauf ab, daß ein Wirtschaftsraum nicht übermäßig exportabhängig ist, daß also ein großer Binnenmarkt entsteht, der in der Lage ist, ein Absatzmarkt für die innere Produktion zu sein, falls das Ausland zu wirtschaftlichen Retorsionsmaßnahmen greifen würde. Grundsätzlich schließt eine Autarkiepolitik allerdings Ausfuhren nicht aus, wenn diese keine Abhängigkeit hervorrufen.

Inhaltsverzeichnis

Das Vorbild im Nationalsozialismus

Bereits zur Zeit des Nationalsozialismus wurde nach der Hungerblockade des Ersten Weltkrieges das Bestreben nach Autarkie unterstützt. Dies und die Einführung der Mefo-Wechsel waren für die globale Wirtschaft Bedrohung genug, um dem Dritten Reich den Krieg zu erklären und die deutsche Wirtschaft zu vernichten. Nach der Zerstörung der deutschen mittelständischen Struktur, des deutschen Bauernstandes, der Annexion der landwirtschaftlichen Gebiete Ostdeutschlands und der Demontage der Industriezentren wurde die nachfolgende BRD auf ein exportorientiertes Gebilde herabgestuft, das weit davon entfernt ist, wirtschaftlich jemals wieder von äußeren Erpressungen unabhängig zu sein.

Nach der Vernichtung Deutschlands

Die Autarkie wird gegenwärtig vom französischen Wirtschaftsnobelpreisträger Maurice Allais vertreten. Dennoch betreibt die EU weiterhin die genau umgekehrte Politik: Sie beruht auf dem Prinzip des Freihandels und der leichtsinnigen Öffnung der Zollgrenzen, was die Arbeitslosigkeit fördert, jede Wirtschaftsankurbelung kurzatmig und riskant macht und die europäische Wirtschaftsunabhängigkeit gefährdet. Demgegenüber hat die Autarkie den Vorteil, durch die Wirtschaftsdynamik (Multiplikator-Effekt), die sie innerhalb des geschützten Raumes bewirkt, den ›Standortwechsel‹ unserer Unternehmen zu verhindern.

Die Gegner der Autarkie, die Anhänger des Freihandels, werden mit dem Argument antworten, die Autarkie beeinträchtige die europäischen Exporte. Dieses Argument ist falsch, weil die Autarkie dank des Kernbegriffes der gemeinschaftlichen Handelspräferenz eine Vervielfachung der innereuropäischen Handelsströme verursachen würde. So wäre z.B. ein französisches oder deutsches Unternehmen verpflichtet, seine Lieferanten innerhalb statt außerhalb der Union zu suchen, wenn die benötigten Produkte oder Dienste dort vorhanden oder verfügbar sind. Will sie lebensfähig sein, muß sich die Weltwirtschaft auf kontinentale, relativ undurchlässige, selbstzentrierte Markt- und Entwicklungsgroßräume ausrichten. Diese Großräume würden die Waren-, Kapital- und Arbeitskräfteströme quotenmäßig in Grenzen halten und die Produktionsverfahren und Verbrauchsformen auf regionaler Ebene gestalten.

Dieses Konzept würde es auch gestatten, die kulturelle Vereinheitlichung bzw. Gleichmachung der Erde durch die weltweite Verbreitung derselben Produktionsverfahren und Konsumgewohnheiten zu bekämpfen, indem es jedem ›Großraum‹ (vor allem in der Dritten Welt) seine Eigenart und seine wirtschaftliche Eigenständigkeit zurückgeben würde.

Auf energiepolitischer Ebene (und folglich auf dem Gebiet des Umweltschutzes) würde die raumorientierte Autarkie gestatten, die Ressourcen eines jeden Großraumes voll auszuwerten und aus der (heute vorherrschenden) Logik des ›Nur-Erdöls‹ auszubrechen. Desgleichen sollte der Autarkiegedanke auch auf das Kulturelle ausgedehnt werden, und zwar durch politische Entscheidungen, die vor allem auf dem audiovisuellen Sektor eine Verbindlichkeit des ›kulturellen Sonderweges‹ Europas herbeiführen würden. Das ist übrigens genau das, was die USA für sich ganz selbstverständlich praktizieren, ohne es allerdings offen zu sagen.

Es stimmt, daß die Großraumautarkie, wie sie oben beschrieben wurde, für die Vereinigten Staaten ein Alptraum wäre, genauso wie das Entstehen eines Eurosibiriens. Da es vor allem auf dem Gebiet der Bodenschätze (Erdöl, Erdas usw.) vollkommen selbständig, also selbstversorgend wäre, stünde Eurosibirien nicht unter dem Zwang, die notwendigen Waren oder Produkte aus der übrigen Welt importieren zu müssen. Der weltweite Freihandel und das Konzept einer ›Weltwirtschaft‹ schwächen hingegen die Wirtschaft, beeinträchtigen europäische Interessen aufs Schlimmste und können langfristig nicht überdauern. Daher ist das Konzept der Großraumautarkie, zusammen mit der ›Wirtschaft der zwei Geschwindigkeiten‹ die revolutionäre Antwort auf die heraufziehende Katastrophe, der die Globalisierung der ›Einen Welt‹ blindlings entgegensteuert.

Siehe auch

Textgrundlage

  • Guillaume Faye, Wofür wir kämpfen, Das metapolitische Hand- und Wörterbuch, 2006 mit freundlicher Genehmigung des Verlages Ahnenrad der Moderne: [1] und der Gesellschaft für freie Publizistik: [2]

Verweise

Filme/Dokumentationen

  • Der Führer trank keinen Muckefuck - Adolf Hitlers Kampf um Autarkie - Dokumentation Deutschland 2007
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