Bachmeier, Marianne

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Marianne Bachmeier als Angeklagte vor Gericht, 1982

Marianne Bachmeier (Lebensrune.png 3. Juni 1950 in Sarstedt; Todesrune.png 17. September 1996 in Lübeck) wurde bundes- und weltweit bekannt, nachdem sie 1981 in einem Saal des Landgerichtes Lübeck den Mörder und mutmaßlichen Vergewaltiger ihrer Tochter Anna Bachmeier mit Schüssen aus einer Kleinkaliberpistole vom Typ Beretta M1934 selbst gerichtet hatte.

Bluttat

Am 5. Mai 1980 fiel Anna dem 35jährigen Fleischer Klaus Grabowski in die Hände. Er soll sie bei sich zu Hause mehrere Stunden festgehalten und anschließend mit einer Strumpfhose erdrosselt haben. Laut Staatsanwaltschaft habe er das Mädchen gefesselt, in einen Karton gepackt und diesen dann am Ufer eines Kanals in einer Mulde abgelegt. Die Leiche soll er anschließend in ein Loch gelegt und mit Erde bedeckt haben.

Der Triebtäter Klaus Grabowski war ein vorbestrafter Sexualstraftäter und war zuvor wegen sexueller Schändung zweier Mädchen verurteilt worden. Er hätte die Haftanstalt nie verlassen dürfen, wurde aber von der liberalen BRD-Justiz erneut der Öffentlichkeit zugeführt.

Selbstjustiz einer Mutter

Im Tode vereint: Grab von Marianne Bachmeier und Tochter Anna (Todesrune.png 5. Mai 1980) auf dem Burgtorfriedhof in Lübeck

Marianne Bachmeier schmuggelte am 6. März 1981, dem dritten Verhandlungstag im Prozeß mit Mordanklage, eine Pistole in den Gerichtssaal des Lübecker Landgerichts und erschoß den mutmaßlichen Mörder ihrer Tochter Anna, Klaus Grabowski, auf der Anklagebank. Sie zielte mit der Waffe auf Grabowskis Rücken und drückte insgesamt achtmal ab. Sechs der Schüsse trafen; der 35jährige Angeklagte war sofort tot.

Am 2. November 1982 wurde Marianne Bachmeier vor Gericht zunächst wegen Mordes angeklagt. Später ließ die Anklage den Mordvorwurf fallen. Nach 28 Verhandlungstagen einigte sich die Kammer auf das Urteil. Vier Monate nach Verfahrenseröffnung wurde sie am 2. März 1983 von der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Lübeck wegen Totschlags und unerlaubten Waffenbesitzes zu sechs Jahren Haft verurteilt. Damit ging einer der aufsehenerregendsten Prozesse der Nachkriegszeit zu Ende.

Nach drei Jahren Haft wurde sie vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen.

Tod

Am 17. September 1996 starb Marianne Bachmeier im Alter von 46 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs in einem Lübecker Krankenhaus. Vor ihrem Tod bat sie den NDR-Berichterstatter Lukas Maria Böhmer, sie mit der Filmkamera in ihrem letzten Lebensabschnitt zu begleiten. Auf dem Burgtorfriedhof in Lübeck ist sie im Grab ihrer geliebten Tochter Anna beigesetzt.

Wahrnehmung

Marianne Bachmeier gilt hinsichtlich ihrer Tat als mutige Heldin und großes Vorbild für viele Menschen, die der Überzeugung sind, daß das BRD-System weder Kinder noch Bürger ausreichend schützen kann oder will und daß die Jurisdiktion der Nachkriegsrepublik zu lasch sei. Die Person Bachmeier an sich gilt als ambivalent, Vorwürfe einer Vernachlässigung ihrer Tochter und ein moralisch diskutierbares Leben konnten nicht ausgeräumt werden. In linken Medien wird sie oft als „Rachemutter“ oder „Vigilantin“ verunglimpft.

Siehe auch

Verfilmungen

Verweise