Carpzov, Benedikt (der Jüngere)

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Benedikt Carpzov der Jüngere.jpg

Benedikt Carpzov der Jüngere (Lebensrune.png 27. Mai 1595 in Wittenberg; Todesrune.png 30. August 1666 in Leipzig) war deutscher Strafrechtler und Hexenverfolger, der das römische Recht in Deutschland durchsetzte.

Wirken

Zu seinem Wirken heißt es:[1]

„Einer der bedeutendsten Juristen des 17. Jahrhunderts, dessen Schriften das Civil-, Kriminal- und Kirchenrecht, sowie den Prozeß umfassen und bis heute sich hohen Ansehens bei den Gerichtshöfen erfreuen. Er hat theils in Leipzig, theils in Dresden wichtige Aemter bekleidet, namentlich aber als Urthelssprecher [sic!] eine außerordentliche Thätigkeit entfaltet und allein 20.000 nach Anderen 30.000 Todesurtheile gefällt, was leicht möglich ist, da die meisten Diebstähle mit dem Tode bestraft wurden und die Akten über dergleichen Fälle, sowie über Hexenprozesse, gewöhnlich nur in wenigen Blättern bestanden. – Er ist Oheim des nicht minder berühmten Leipziger Theologen Johann Benedikt Carpzov (1639–1699), der gegen die neue Richtung der Pietisten eiferte, und dessen aufsehenerregenden Streit mit Thomasius das einst viel gegebene Schauspiel von Alexander Rost ‚Der ungläubige Thomas‘ behandelt.“

Fußnoten

  1. Ludwig Bechstein / Karl Theodor Gaedertz / Hugo Bürkner: Dreihundert Bildnisse und Lebensabrisse berühmter deutscher Männer, Leipzig am Sedantage 1890, 5. Auflage (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
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