Benz, Carl

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Carl Benz.jpg

Carl Friedrich Benz (Lebensrune.png 25. November 1844 in Mühlburg bei Karlsruhe; Todesrune.png 4. April 1929 in Ladenburg) war ein deutscher Ingenieur und Erfinder. Am 29. Januar 1886 erhielt Carl Benz das Patent für das erste Automobil der Welt.

Leben

Patent auf den Benz-Motorwagen

Nach dem Maschinenbaustudium arbeitete er zuerst als Schlosser in Karlsruhe, dann als Konstrukteur in Mannheim und in Pforzheim und eignete sich Kenntnisse über den Lokomotiv-, Fahrzeug- und Brückenbau an.

1871 kehrte er nach Mannheim zurück und gründete eine Eisengießerei und eine mechanische Werkstätte. Hier arbeitete er bereits an Plänen für ein selbstbewegliches schienenloses Fahrzeug. 1877 konstruierte er einen 1-PS-Gasmotor im 2-Takt-System, da der Viertaktmotor durch die Patente Nikolaus August Ottos geschützt war. 1880 begann er mit der Produktion und bald darauf mit der von 4-PS-Gasmotoren in größerem Umfang.

1883 gründete er die „Benz & Cie. Rheinische Gasmotorenfabrik“ in Mannheim. Für den von ihm entwickelten ortsfesten Zweitaktmotor erhielt er zwar kein Patent, konnte sich aber einzelne Konstruktionsteile wie den elektrischen Zünder schützen lassen. Da der von ihm entwickelte Motor zu schwer für ein Fahrzeug war, entwickelte er nun den inzwischen patentfreien Otto-Motor weiter. 1885 war der erste Benz-Wagen fahrbereit. Der Wagen ist vorn einrädrig, so daß eine Übersetzung der Lenkung über eine Achse entfällt. 1886 erhielt er darauf ein deutsches Reichspatent. Auf der Münchner Kraft- und Arbeitsmaschinenausstellung 1888 führte er sein Fahrzeug vor und erhielt dafür die Große Goldene Medaille. 1888 erhielt Carl Benz aufgrund der ersten automobilen Fernfahrt, die er mit seiner Ehefrau Bertha am Steuer des dreirädrigen Fahrzeugs unternommen hatte, den ersten Führerschein der Welt, ausgestellt am 1. August 1888 vom Großherzoglich-Badischen Bezirksamt. Daß seine Frau die Strecke gefahren sein soll, ist allerdings eine Legende.

Auf der Pariser Weltausstellung 1889 wurden seine Hoffnungen nicht erfüllt, so daß er sich daraufhin wieder mit der Konstruktion seines ursprünglich geplanten vierrädrigen Fahrzeugs befaßte. Nach langem Bemühen gelang es ihm dann, eine „Wagenlenkvorrichtung mit tangential zu den Rädern zu stellenden Lenkkreisen“ als Patent anzumelden. 1896 begann die Herstellung mehrzylindriger Motoren. Schon ab 1900 werden in der Firma 603 verschiedene Wagen gebaut. Die Typenskala reicht vom Volksautomobil bis zum Rennwagen. 1903 gründete er mit seinen beiden Söhnen die Firma „Benz & Söhne“. 1926 fusionierten die „Benz & Cie. AG“ und die „Daimler-Motoren-Gesellschaft“ zur „Daimler-Benz AG“. Während Benz einen Fahrzeugtyp schuf, bei dem Motor und Fahrgestell eine Einheit bildeten, hatte Gottlieb Daimler den Schwerpunkt auf die Entwicklung des Motors gelegt. Beide hatten unabhängig voneinander ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor entwickelt – Benz seinen dreirädrigen Patent-Motorwagen, Daimler seine vierrädrige Motorkutsche.

Portraitfoto Carl Benz

Gedenke, daß du ein Deutscher bist

Im Kapitel „Gedenke, daß du ein Deutscher bist“ in seiner Autobiographie schreibt Benz zur Fremdenlobhudelei der Deutschen:

„Nachdem vom Jahre 1887 an immer mehr Benzwagen in Frankreich eingeführt wurden, nachdem Daimler im Jahre 1889 seine französischen Patente an Panhard & Levassor verkauft hatte, stürzten sich die Franzosen auf den deutschen Gedanken wie die Bienen auf aufblühende Blumen, holten den Nektar heraus, machten Honig daraus und verkauften ihn an die ganze Welt, nicht zuletzt auch an Deutschland. Die guten Deutschen! Sie halten's gern mit dem Philosophen Emerson, der die Erfinder von Maschinen und Mechanismen kurzweg als ‚Zuckerbäcker‘ bezeichnete. Sind die Erfinder aber gar nur Deutsche, so gelten diese Propheten in ihrem Vaterlande manchmal noch weniger als die Zuckerbäcker. Der Mann mit der rückständigen Zipfelmütze über den Ohren mißachtete von jeher gerne, was deutsch und deutschen Ursprungs ist – selbst wenn es dem Volke zum größten nationalen Schaden wurde. Wie schwärmerisch streckte er dagegen von alters her die Hände aus nach allem, was von außen kam, insbesondere von Paris! Welch ein lächerlicher Indifferentismus nach innen und welch eine traurig groteske Abgötterei nach außen.“

Werke (Auswahl)

Literatur

  • Friedrich Haßler: Gottlieb Daimler und Carl Benz, in: Willy Andreas / Wilhelm von Scholz (Hrsg.): Die großen Deutschen. Neue Deutsche Biographie. Vier Bände, Propyläen Verlag, Berlin 1935–1937 , Bd. 4, S. 244–256
  • Johann Kraft: Zwei Männer hinter Millionen Motoren: Daimler und Benz, in: Ernst Adolf Dreyer / Heinz W. Siska (Hg.): Kämpfer, Künder, Tatzeugen. Gestalter deutscher Größe. 3 Bde., Zinnen-Verlag, München–Wien–Leipzig 1942, Bd. II, S. 573–596

Filmbeiträge