Erinnerungszeichen zur Silbernen Hochzeit 1906

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Erinnerungszeichen zur Silbernen Hochzeit 1906

Das Erinnerungszeichen zur Silbernen Hochzeit 1906 ist ein silbernes Ehrenzeichen, welches am 27. Dezember 1905 durch König und Kaiser Wilhelm II. in einer Ausführung gestiftet und anläßlich der Silberhochzeit des Kaiserpaares am 27. Februar 1906 verliehen wurde.

Geschichte

Silberhochzeit Kaiser Wilhelm II. und Kaiserin Auguste Viktoria

Empfänger

Erhalten haben dieses Abzeichen alle dem Kaiserpaar nahestehenden Personen (insbesondere General- und Flügeladjutanten) und die anwesenden 119 Veteranen der 2. Kompanie des 1. Garde-Regiments zu Fuß, die vor 25 Jahren vom Kaiser befehligt wurde. Das Abzeichen war auch als „Erinnerungszeichen zur Silbernen Hochzeit für Veteranen des 1. Garde-Regiments“ bekannt.

1. Garde-Regiment zu Fuß

Erinnerungsmünze zur Silbernen Hochzeit 1906

Als Prinz Wilhelm von Preußen 1881 Auguste Viktoria von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg heiratete, war er Chef der 2. Kompanie des Ersten und wichtigsten Garde-Regiments im Garde-Korps der Preußischen Armee. Der König von Preußen, zu diesem Zeitpunkt Wilhelm I., war jeweils zugleich Regimentschef, Chef des I. Bataillons und Chef der 1. Kompanie, der sogenannten „Leibkompanie“ dieses Regiments.

Brautmyrte

Myrtenzweige gelten als Symbol für Jungfräulichkeit, Lebenskraft und viele gesunde Kinder, aber auch der über den Tod hinausgehenden Liebe. Schon seit dem 16. Jahrhundert wurde es Hochzeitsbrauch in Deutschland, die jungfräuliche Braut mit einem Myrtenkranz zu schmücken. Der Bräutigam und die Trauzeugen erhielten Zweige zum Anstecken. Teilweise wurden auch die Brautjungfern mit einem Myrtenkranz geschmückt. Es entwickelte sich der Brauch, daß die junge Ehefrau einen aus dem Brautkranz stammenden Zweig in die Erde setzte und bewurzeln ließ. Die grünende Pflanze wurde als Symbol für das beständige Eheglück angesehen und besonders gehegt. So fand die Myrte Einzug in die Wohnstuben und gilt als eine der ältesten Zimmerpflanzen.

Aussehen

Das Abzeichen ist eine kreisförmige silberne Spange, die aus zwei unten gekreuzten Myrtenzweigen besteht, welche sich nach oben hin mittig vereinen. In der Mitte des Kranzes sind die römischen Ziffern XXV (25) zu lesen.

Vorderseite

Der silberne Zierrat besteht aus einem Kranz aus zwei unten gekreuzten Myrtenzweigen. Im eingeschlossenen Feld durchbrochen die römische Zahl 25 (XXV). Die waagerechten Striche der Zahl berühren seitlich den Myrtenkranz.

Rückseite

Zwei waagerechte Schlaufen auf der die senkrechte Anstecknadel befestigt ist.

Trageweise und Band

Getragen wurde die Spange, welche auf dem Ordensband des zuletzt verliehenen Bandordens oder am Kriegsband des Ordens geheftet wurde, an der linken oberen Brustseite der Beliehenen an dessen Bandspange. Die Beliehenen ohne vorherige Auszeichnung trugen ein weißes Band unter dem Zierrat. Die 119 Veteranen bekamen das Erinnerungszeichen am orange-weißem Band des allgemeinen Ehrenzeichens, wobei die orangenen Seitenstreifen, im Gegensatz zum Ordensband des eigentlichen Abzeichens, nur 4 mm breit sind.