Kahal

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Der Kahal ist eine jüdische Gemeinde.

Osteuropa

In osteuropäischen Ländern handelte es sich beim Kahal um eine Verwaltungseinheit, die die dortigen Juden umfaßte, vor allen Dingen aber die des russischen Zarenreiches, bis sie im ausgehenden 19. Jahrhundert von der Regierung desselben aufgelöst wurde. Wobei er allerdings – inoffiziell – im geheimen weiterbestanden haben soll.

Bis dahin wurde der Kahal aber von der zaristischen Regierung anerkannt, er durfte Steuern von seinen Gemeindemitgliedern erheben und mußte im Gegenzug dann etwaige Steuerausfälle gegenüber der Regierung des Russischen Reiches ausgleichen. Dies kann man dem Werk „Das Buch vom Kahal“ des getauften Juden Jacob Brafmann entnehmen. Darin werden auch Sanktionsmöglichkeiten gegen einzelne Gemeindemitglieder beschrieben, die der Kahal verhängen konnte; z. B. durfte ein weibliches Mitglied der jüdischen Gemeinde die öffentliche Badeanstalt nicht mehr betreten, wodurch es den sogenannten bürgerlichen Tod erlitt, es daraufhin geschnitten wurde und jedes andere Gemeindemitglied die Familie der betreffenden Person meiden mußte. Dadurch sollte sie gefügig gemacht werden.

Darin wird auch beschrieben, daß, wenn ein Jude vom Kahal bzw. dem Gemeindevorstand, das Recht, einen Nichtjuden auszubeuten, käuflich erworben hatte, wobei er dafür eine Quittung erhielt, ihm kein anderer Jude dabei mehr ins Gehege kommen durfte.

Literatur

  • Jacob Brafmann: Das Buch vom Kahal (PDF-Dateien: Band 1, Band 2)