Levie, Werner

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Werner Levie (* 27. März 1903 in Berlin; † 22. Mai 1945 im KL Theresienstadt) war ein jüdischer Journalist und Publizist.

Leben und Wirken

Levie war in der Weimarer Republik als Journalist des Ullstein-Verlages und als Gründer und Leiter der Berliner Jüdischen Zeitung tätig. 1933 wurde er Verwaltungsdirektor des unter der Schirmherrschaft der Nationalsozialisten gegründeten Jüdischen Kulturbundes, dessen Führung er 1938 übernahm.

Nach der Reichskristallnacht setzte er sich erfolgreich für die Freilassung vorübergehend inhaftierter Mitglieder seines Bundes ein. 1939 ging er in die Niederlande, wo er von 1940 bis 1942 eine dem Kulturbund ähnliche Organisation führte. 1943 kam Levie in das Durchgangslager Westerbork, danach in das KL Bergen-Belsen. Er erhielt eine Ausreisegenehmigung nach Palästina, die er ablehnte und an eine jüdische Familie abtrat.

Auf dem Weg in das KL Theresienstadt wurde der Transportzug mit jüdischen Insassen, darunter Levie, von den westalliiertenBefreiern“ mehrfach bombardiert. Durch die Unterbrechung der Versorgungswege brach im Lager Flecktyphus aus, an dem Levie am 22. Mai 1945 starb[1].

Fußnoten