Shawcross, Hartley

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Hartley William Shawcross, Baron Shawcross (Lebensrune.png 4. Februar 1902 in Gießen; Todesrune.png 10. Juli 2003 Cowbeech, East Sussex) war ein britischer Jurist, Politiker und Chefankläger für Großbritannien beim Nürnberger Tribunal.

Leben

Shawcross war der Sohn des Professors John Shawcross und dessen Frau Hilda, geborene Asser. Sein Vater betätigte sich als Übersetzer deutscher Literatur in die englische Sprache, seine Mutter war Frauenrechtlerin.

Er studierte Rechtswissenschaften in Genf, diente als Generalstaatsanwalt der britischen Krone und wirkte auch in dieser Funktion in Nürnberg. Ohne britische Kriegsverbrechen zu hinterfragen und fest von der deutschen Kriegsschuld überzeugt begann er sein Plädoyer gegen „Verschwörer, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat“.

1948 hegte er starke Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Verfahrens, erkannte die Gefahren des Bolschewismus und bezeugte den deutschen Unwillen zum Krieg. 1960 wurde er Mitglied im Londoner Oberhaus und war Delegierter bei den Vereinten Nationen.

1986 wandelte sich sein Blick erneut und er bestätigte das Nürnberger Tribunal. Neben seiner politischen Tätigkeit war er einer der führenden europäischen Lobbyisten des VS-amerikanischen Bankhauses J.P. Morgan[1].

Zitate

  • „Schritt für Schritt bin ich immer mehr zu der Überzeugung gekommen, daß die Ziele des Kommunismus in Europa finster sind. Ich klagte die Nationalsozialisten in Nürnberg an. Zusammen mit meinem russischen Kollegen verdammte ich die ‚Nazi‘-Aggression und den ‚Nazi‘-Terror. Hitler und das deutsche Volk haben den Krieg nicht gewollt! Nach den Prinzipien unserer Politik der Balance of Power haben wir, angespornt durch die ,Amerikaner‘ [gemeint sind Bernard Baruch✡, Felix Frankfurter✡, Henry Morgenthau✡ u. a.] um Roosevelt, Deutschland den Krieg erklärt, um es zu vernichten. Wir haben auf die verschiedenen Beschwörungen Hitlers um Frieden nicht geantwortet. Nun müssen wir feststellen, daß Hitler recht hatte. Anstelle eines kooperativen Deutschlands, das er uns angeboten hatte, steht die riesige imperialistische Macht der Sowjets. Ich fühle mich beschämt und gedemütigt, jetzt sehen zu müssen, wie dieselben Ziele, die wir Hitler unterstellt haben, unter einem anderen Namen verfolgt werden und dieselbe Taktik hemmungslose Anwendung findet“[2].
  • „Vor dem Nürnberger Tribunal verurteilte ich – zusammen mit meinem russischen Kollegen – Nazi-Aggression und Terror. Heute glaube ich, daß Hitler und das Deutsche Volk keinen Krieg wollten, sondern daß wir – Großbritannien – Deutschland den Krieg erklärt haben in der Absicht, es zu vernichten in Übereinstimmung mit unserer Doktrin vom Gleichgewicht der Kräfte. Und wir wurden ermutigt von jenen Amerikanern, die Roosevelt umgaben. Wir haben Hitlers Appelle, keinen Krieg anzufangen, ignoriert. Heute müssen wir uns eingestehen, daß Hitler recht hatte. Er bot uns die Zusammenarbeit mit Deutschland an: statt dessen stehen wir seit 1945 der gewaltigen Macht des Sowjetreiches gegenüber. Ich empfinde Scham und Erniedrigung, wenn ich sehe, daß die Ziele, wegen der wir Hitler anklagten, heute unerbittlich angestrebt werden – nur unter einem anderen Namen.“ — Sir Hartley Shawcross, Hauptankläger in Nürnberg und späterer Generalstaatsanwalt Großbritanniens, in einer Rede in Stourbridge am 16. März 1984
  • „Ich bleibe dabei, daß die Nürnberger Beschlüsse gerecht und korrekt waren.“[3]

Fußnoten

  1. Gerhard Frey: Prominente ohne Maske international, Seite 419f., FZ-Verlag 1989, ISBN 3924309108
  2. Zit. nach: Fritz Becker, Im Kampf um Europa, Stocker Graz 1991, auch in The Triumph Of Reason: The Thinking Man's Guide To Adolf Hitler von Michael Walsh, 8. Dezember 2002. Im Original: „Step by step, I have arrived at the conviction that the aims of Communism in Europe are sinister and fatal. At the Nuremberg trials I, together with my Russian Colleagues, condemned Nazi aggression and terror. I believe now that Hitler and the German people did not want war. But we declared war on Germany, intent on destroying it, in accordance with our principle of the balance of power, and we were encouraged by the Americans around Roosevelt. We ignored Hitler's pleading not to enter into war. Now we are forced to realize that Hitler was right. He offered us the co-operation of Germany: instead, since 1945, we have been facing the immense power of the Soviet Empire. I feel ashamed and humiliated to see that the aims we accused Hitler of are being relentlessly pursued now, only under a different label“
  3. Gerhard Frey: Prominente ohne Maske international, Seite 419 f., FZ-Verlag 1989, ISBN 3924309108
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