Stenzhorn, Paul
Paul Stenzhorn ( 9. Juli 1899; 5. Mai 1932 in Oberhausen a. d. Nahe) war ein deutscher Widerstandskämpfer gegen die Weimarer Republik und ein Blutzeuge der nationalsozialistischen Bewegung.
Leben
Paul Stenzhorn meldete sich im Ersten Weltkrieg, obwohl noch nicht volljährig, freiwillig, um gegen die Staaten zu kämpfen, die Deutschland den Krieg erklärt hatten.
Der SA-Mann Paul Stenzhorn war ein Schlosser aus Oberhausen an der Nahe und als besonders tapferer Abwehrkämpfer gegen den politischen Separatismus bekannt. Er setzte sich intensiv gegen die Bestrebungen zur Abspaltung Westdeutschlands in Form einer eigenständigen Republik ein. Diesen Plan verfolgte vorrangig die damalige Zentrumspartei.
Am 5. Mai 1932 saß Paul Stenzholz mit einigen Freunden auf dem Lemberg in der Jugendherberge zusammen, als der berüchtigte Zentrumsmann Karl Baab aus Oberhausen auf ihn zutrat und ihn aufforderte, ins Freie zu kommen. Der Sturmführer trat mit ihm hinaus. Ohne Wortwechsel zog Baab eine Pistole und gab aus nächster Nähe zwei Schüsse auf ihn ab, die sofort tödlich waren.
Weib und Buben des gefallenen Sturmführers trauerten um ihn. Sie wurden von der NSDAP unterstützt, um sie vor der schlimmsten Armut zu bewahren. Den Mörder aber verurteilte ein Gericht des Weimarer Systems zu drei Jahren und sieben Tagen Gefängnis.
An der Stelle des Mordes wurde später ein Gedenkstein errichtet:
- Hier fiel Paul Stenzhorn
- am 5. Mai 1932 durch Mörderhand
- im Kampf um das Dritte Reich
Literatur
- A. K. Busch: Blutzeugen – Beiträge zur Praxis des politischen Kampfes in der Weimarer Republik, Nordland-Verlag Deutsche Stimme, ISBN 978-3935102209
- Hermann Liese: Ich kämpfe, München, Eher-Verlag, 1943
- Hans Weberstedt, Kurt Langner: Gedenkhalle für die Gefallenen des Dritten Reiches, Zentralverlag der NSDAP Franz Eher, München, 1938