Zwingli, Ulrich

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Zwingli nach dem Gemälde von Hans Asper (1499–1571)

Ulrich Zwingli (auch Huldreych Zwingli oder Huldreich Zwingli; Lebensrune.png 1. Januar 1484 in Wildhaus; Todesrune.png 11. Oktober 1531 in Kappel am Albis) war ein schweizerdeutscher Reformator aus Zürich. Aus der Zürcher Reformation und der Genfer Reformation ging die Reformierte Kirche hervor.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Ab circa 1519 entwickelte Zwingli eine eigene reformatische Theologie, die sich stark an der von Martin Luther orientierte, jedoch in manchen Punkten abwich. So lehnte Zwingi etwa das in der Kirche zelebrierte christliche Abendmal als Realpräsenz Christi ab und sah dies als eine reine Gedächtnisfeier. Ebenso sah er nur Taufe und Abendmal als Sakramente an. Zwingli war prägend für die erste Phase der Reformation in der (damals noch fast ausschließlich deutschen) Schweiz und zählt neben Luther und dem Franzosen Jean Calvin zu den großen Gestalten der Reformation im 16. Jahrhundert.

Wirken

Zu seinem Wirken heißt es:

„Ganz anders als Melanchthon war der Reformator der Schweiz, Ulrich Zwingli, ein Mann des ständigen Kampfes. Doch hat er nicht so schmerzlich und unbedingt wie Luther und den göttlichen Auftrag gerungen sein Kämpfen war irdischer, enger dem Tag verhaftet, unmittelbarer mit den Händen der Welt verknüpft. Nicht nur das schweizerische Kirchenleben hat er verbessert. Sein starrer und strenger Wille griff unnachsichtig auch die Leistung der Kantone an. Zwingli hat große Verfassungspläne ausgefeilt, nachdem die Schweiz ein neues, von biblischer Satzung geleitetes Regiment sich einrichten sollte. Für sein Wollen ist der unbeugsame Mann auch in den Krieg gezogen, den die Verquickung Alter Kantonstreitigkeiten mit den Forderungen der neuen Lehre ausgelöst hatte. In der Schlacht bei Kappel ist der Reformator, der bescheiden als Feldprediger Dienst tat, obwohl er in seinen politischen und religiösen Forderung von größter Selbstherrlichkeit war, den Opfertod für seinen Glauben gestorben.“[1]

Werke

  • Von Erkiesen und Freiheit der Speisen, April 1522
  • Commentarius de vera et falsa religione, 1525
  • Vom Touff, vom Widertouff, und vom Kindertouff, 1525
  • Amica exegesis, 1527
  • Fidei ratio, Juli 1530
  • Sermonis de providentia Dei anamenema, August 1530
  • Christianae fidei brevis et clara expositio ad regem christianum, Juli 1531
  • Zwinglis „Sämtliche Werke“ erschienen zuerst in Folio, Zürich, 1545 und 1581, erneut herausgegeben von Schuler und Schulthess, Zürich von 1828 bis 42, 8 Bände; dazu Supplemente 1861
  • Huldreich Zwinglis sämtliche Werke; einzige vollständige Ausgabe der Werke Zwinglis, unter Mitwirkung des Zwingli-Vereins in Zürich herausgegeben von Emil Egli; Berlin, Leipzig, Zürich, 1905 ff. (Corpus reformatorum 88–101), noch unvollständig
  • Auswahlausgabe: Ernst Saxer: Ausgewählte Schriften in neuhochdeutscher Wiedergabe mit einer historisch-biographischen Einführung; Neukirchen-Vluyn: Neukirchener Verlag 1988

Literatur

  • Heinrich Wilhelm Rotermund: Leben des Reformators Magister Ulrich Zwingli, mit einem Abrisse der schweizer Reformationsgeschichte, Bremen 1818 (PDF-Datei)

Fußnoten

  1. Karl Richard Ganzer: Das deutsche Führergesicht, 200 Bildnisse deutscher Kämpfer und Wegsucher aus zwei Jahrtausenden, 1937 Lehmanns-Verlag München
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