Waldfriedhof Eberswalde
Der Waldfriedhof Eberswalde ist ein deutscher Waldfriedhof in Eberswalde. Er hat eine Fläche von 18,4 Hektar und umfaßt ca. 15.000 Grabstellen.[1]
Inhaltsverzeichnis
Lage
Der Friedhof liegt südlich des Zentrums von Eberswalde, zwischen der Freienwalder Straße und der Tramper Chaussee.
Gestaltung
Auf dem Waldfriedhof wurden fremdländische Gehölze wie Douglasie und Scheinzypresse gepflanzt, die noch immer das Erscheinungsbild des Friedhofes prägen. Ab 1846 fand eine erste Erweiterung in Richtung des heutigen Friedhofes statt, die besonders durch den Bau der Friedhofskapelle in den Jahren 1875/1876 gekennzeichnet ist.
1903 erfolgte die Erweiterung der Friedhofsfläche auf 18,4 ha, was der heutigen Größe entspricht. Dank des Wirkens des Stadtgärtners Friedrich Schumann erhielt der Waldfriedhof seinen parkähnlichen Charakter und war zu seiner Zeit der schönste Friedhof der Provinz Brandenburg.
Auf dem alten Teil des Waldfriedhofes findet man viele ältere Grabmale z. B. von Dr. Bernhard Danckelmann, Carl Ludwig Gerber und den Gebrüdern Schickler. Auf dem Waldfriedhof sind weiterhin Grabsteine vieler namhafter Bürger der Stadt sowie Kriegsgräberstätten[2] und der Feldjägerstein vorhanden.
Sehenswürdigkeiten
- Feldjägerstein, Denkmal für das Reitende Feldjäger-Korps und die gefallenen Feldjäger.[3] Inschrift:„Das Reitende Feldjäger-Korps, 1740-1919, seinen Gefallenen. - Wenn man einem Feldjäger einen Befehl übergeben hatte, war man sicher. – Graf Moltke 24.11.1890 “[4]
- Kriegsgräberstätte[5][2]
- Friedhofskapelle, 1846 errichtet, 60 Sitzplätze und beheizbar. An der Halle befindet sich zusätzlich ein kleiner Andachtsraum für zehn Personen. Sanitäreinrichtungen und barrierefreier Zugang sind vorhanden.[6]
Bekannte Bestattete
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- Robert Ardelt (1847–1925), Maschinenfabrikant – Baudenkmal; Grabmal, 1925, Revier 31
- Emma von Blomberg (geb. Tschepe; 1847–1938), Mutter von Werner von Blomberg
- Bernhard Danckelmann (1831–1901), Forstwissenschaftler, Landforstmeister und Direktor der Forstakademie in Eberswalde
- Carl Ludwig Gerber (1700–1768), ältester Grabstein auf dem Friedhof
- Dr. Ernst Ludwig Krause (Pseudonym Carus Sterne) (1839-1903), Schriftsteller – Baudenkmal; Grabanlage, 1903, Revier 30
- Ludwig Sandberg✡ (1857–1936), Justizrat und Annie Sandberg (1871–1928)
- David Schickler (1755–1818), Unternehmer und Bankier
- Rudolf Schmidt (1875–1943), Heimatforscher und Regionalhistoriker
- Clemens Schreiber (1838–1903), Hufnagelfabrikant – Baudenkmal; Grabanlage, 1904, Revier 33
- Friedrich Schröder (1908–1943), Widerstandskämpfer gegen die Weimarer Republik und Blutzeuge der nationalsozialistischen Bewegung
- Friedrich Schumann (1870–1938), Stadtinspektor
- Prof. Dr. Adam Schwappach (1851–1932), Forstwissenschaftler, Geheimer Regierungsrat, Professor in Gießen und Eberswalde sowie Kommunalpolitiker
- Die Grauen Schwestern von der heiligen Elisabeth
- Schwestern des Augusta Viktoria Heims, DRK-Schwestern
Weitere Baudenkmäler
- Ernst Wartenberg (Grabmal, 1905/1916, Revier 31)
- Familie Bleck (Mausoleum, 1900, Revier 35)
- Familie Brodt (Mausoleum, um 1900, Revier 18)
- Familie Sy (Mausoleum, 1898, Revier 26)
- Familie Schröter (Mausoleum, um 1900, Revier 30)
- Gedenkstätte für zwangsverschleppte Ausländer (Revier 51)
Verweise
- Monika Schmidt: Eberswalde spart Friedhof ein, Märkische Oderzeitung, 19. Oktober 2010