Kapp, Wolfgang

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Pfeil 1 start metapedia.png Für den gleichnamigen Ritterkreuzträger siehe Wolfgang Kapp (1914)
Wolfgang Kapp.jpg
Aufruf des Reichskanzlers Kapp

Wolfgang Kapp (Lebensrune.png 24. Juli 1858 in Neu York Stadt, VSA; Todesrune.png 12. Juni 1922 in Leipzig) war Generallandschaftsdirektor in Königsberg und führte am 13. März 1920 zusammen mit General Walther von Lüttwitz unter Einsatz der Marine-Brigade Ehrhardt mit Unterstützung von Erich Ludendorff den konservativen Kapp-Aufstand in Berlin an. Er war vier Tage lang Reichskanzler.

Leben

Bereits 1871 kehrte Kapp 13jährig mit seiner Familie aus den VSA nach Deutschland zurück.

Im Jahre 1916 faßte er seine Kritik an der deutschen Innen- und Außenpolitik in der Denkschrift „Die nationalen Kreise und der Reichskanzler“ zusammen. 1917 gründete er mit Alfred von Tirpitz die Deutsche Vaterlandspartei und wurde deren Zweiter Vorsitzender. Ab 1918 Reichstagsabgeordneter, gründete er mit anderen Politikern und Offizieren wie Erich Ludendorff die Nationale Vereinigung, die aus der aufgelösten Vaterlandspartei hervorging. Sie planten eine konservative Gegenrevolution zur Rettung des Vaterlandes gegen die Erfüllungspolitik des Weimarer Systems.

Während des Kapp-Aufstandes setzte er sich als Reichskanzler und preußischer Ministerpräsident ein und berief Lüttwitz zum Reichswehrminister und Oberbefehlshaber der Reichswehr. In einem von ihm als Reichskanzler veröffentlichten Aufruf heißt es:

Kein Monarchistenputsch!
Die alte Regierung einschließlich des Reichspräsidenten ist geflohen. Die Truppen rückten mit klingendem Spiel ein und besetzten alle Regierungsgebäude ohne Widerstand. Der Tag ist ohne jedes Blutvergießen verlaufen. Kein Schuß ist gefallen.
Es handelt sich um keine Reaktion und keinen Monarchistenputsch. Es gehen verleumderische Gerüchte um über Wiedereinführung der Wehrpflicht und neue Kriegsabsichten. Die Regierung will den Frieden nach außen wie nach innen. Besprechungen mit der Arbeiterschaft über die neue Lage wird eingeleitet. Die Regierung will das Versprechen: Friede, Freiheit, Brot aus einem hohlen Wort zur Tat machen.
Der Reichskanzler
Kapp.

Nach dem Scheitern des Rettungsversuches floh er nach Schweden, kehrte jedoch nach zwei Jahren wieder zurück, um vor dem Reichsgericht seine Zielsetzung darzulegen. Er starb während der Untersuchungshaft.

Werke

  • Die nationalen Kreise und der Reichskanzler (1918)
  • Zusammen mit Ernst August Kurt von Seydewitz: Die Schuldfrage, Königsberg, Deutsche Aufgaben (1919)

Verweise

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