1920

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Inhaltsverzeichnis

Januar 1920

  • 10. Januar: Der sogenannte „Versailler Vertrag“ tritt in Kraft.
  • 13. Januar: Die Nationalversammlung berät das Betriebsrätegesetz. Aus diesem Anlaß kommt es in Berlin zu blutigen Unruhen, bei denen 31 Menschen ums Leben kommen..
  • 16. Januar: In den VSA tritt das „Prohibitions-Gesetz“ (Alkoholverbot) in Kraft.
  • 20. Januar: Frankreich beginnt nunmehr die deutschen Kriegsgefangenen freizulassen.

Februar 1920

  • 3. Februar: Der französische Ministerpräsident Millerand, der Nachfolger Clemenceaus, will dem Vorsitzenden der deutschen Friedenskommission, Baron von Lersner, eine Liste deutscher „Kriegsverbrecher“ überreichen, deren Auslieferung und Aburteilung durch die französischen Gerichte gefordert wird. Auf ihr befinden sich 895 bester deutscher Namen, wie Hindenburg, Ludendorff, Tirpitz, der Kronprinz, Kluck, Admiral Scheer sowie fast alle Unterseeboot- Kommandanten. Lersner verweigert die Annahme und tritt zurück. Am 7. Februar überreicht sie nunmehr der französische Botschafter in Berlin. Zum ersten Mal aber ist der Bogen überspannt. Schließlich erklären sich die Alliierten damit einverstanden, daß die Prozesse gegen die Beschuldigten vor dem Reichsgericht in Leipzig stattfinden. Bei ihnen nicht genehmen Urteilen behalten sie sich jedoch Auslieferung vor.
  • 24. Februar: Erste große Volksversammlung der NSDAP im Festsaal des Hofbräuhauses in München. Fast 2000 Menschen, darunter etwa die Hälfte Gegner der Bewegung, nehmen an der Versammlung teil. Unter steigendem Beifall entwickelt Adolf Hitler in 25 Punkten sein bekanntes Parteiprogramm.

März 1920

Admiral Horty in Budapest.
  • 1. März: Admiral Horthy wird Reichsverweser in Ungarn.
  • 5. März: Holland verweigert endgültig die Auslieferung des Kaisers, weil sie „Recht und Gerechtigkeit widerspricht und durch die nationale Ehre des Landes verboten ist". Bereits am 28. März 1919 war zum ersten Mal, Januar 1920 zum zweiten Mal ein solches Ansinnen gestellt worden, mit dem Hinweis: „26 Staaten, der größte Teil der zivilisierten Welt, stehe hinter dieser Forderung.“ Die Ablehnung bedeutet für die Siegerstaaten eine peinliche Niederlage.
  • 12. März: Erzberger tritt als Reichsfinanzminister zurück (Prozess Helfferich).
  • 13. März (bis 17. März): Kapp-Putsch.
Am 10. März 1920 musste nach dem Versailler Diktat die Marine auf 15.000 Mann, am 10. April 1920 die Reichswehr zunächst auf 200.000 Mann verringert sein. Es galt 12.000 Offiziere und 150.000 Mann innerhalb eines Vierteljahres anderweitig unterzubringen. Als im Verlauf dieses Zwanges Wehrminister Noske die Auflösung der Marinebrigade Ehrhardt im Truppenlager Döberitz befiehlt, erklärt der Kommandeur der Berliner Reichswehrtruppen und zugleich „Vater der Freikorps", General von Lüttwitz, er werde sich eine solche Truppe nicht zerschlagen lassen. Gleichzeitig fordert er neue Reichstagswahlen und Einsetzung von Fachministern. Daraufhin wird er seiner Stellung enthoben.
In der Nacht zum 13. März Vormarsch der Marinebrigade bis zum Brandenburger Tor, wo v. Lüttwitz Ehrhardt sich um 6 Uhr morgens die Antwort der Reichsregierung holen wollen. Letztere begibt sich über Dresden nach Stuttgart und proklamiert den Generalstreik (bis 22. März). Inzwischen übernimmt der ostpreußische Generallandschaftsdirektor Kapp die „neue Regierung der Ordnung, der Freiheit und der Tat". Der größere Teil der Bevölkerung bleibt jedoch neutral. Die Arbeiter befolgen fast allgemein die Parole zum Generalstreik. Schon kommt es durch radikale Elemente überall zu blutigen Ausschreitungen. Da kehrt sich alles um: Am 17. März legt Wolfgang Kapp sein Amt nieder und flieht nach Schweden. Die Ehrhardt-Leute wenden sich nunmehr, wie früher, gegen terroristische Ausschreitungen, und die Regierung zahlt ihnen sogar die „Kapp-Zulage" von M. 7,- pro Mann und Tag weiter. Noske tritt zurück. General von Seeckt wird militärischer Oberbefehlshaber. Geßler wird Reichswehrminister.
a) In Halle a. S.: dreitägiger Kampf.
b) In Leipzig: Hier wird am 20. März das Volkshaus von Regierungstruppen in Brand geschossen.
c) Im Ruhrgebiet, wo 150.000 „Rotgardisten" in Waffen stehen und sich Mitte März der Städte Elberfeld. Mülheim, Oberhausen, Essen und Düsseldorf bemächtigt haben. Die Bitte der Regierung an Frankreich, zum Schutze der Bevölkerung Reichswehr in die neutrale Zone einrücken zu lassen, wird abgelehnt. Dennoch sieht sich die Reichswehr (General v. Watter) gezwungen, ins Industriegebiet einzumarschieren. Sie besetzt es nach blutigen Kämpfen Ende März bis Anfang April.
d) Im sächsischen Vogtland, wo gegen den Agitator Max Hölz am 12. April ebenfalls Reichswehr (General v. Watter und Ritter von Epp) eingesetzt werden muß. Hölz, der an der Spitze militärisch organisierter Banden am 18. März mit seinen Raubzügen begonnen hatte, flüchtet am 15. April nach Böhmen.

April 1920

Mai 1920

Juni 1920

  • 4. Juni: Ungarn unterzeichnet den Frieden von Trianon.
  • 6. Juni: Das deutsche Volk wählt seinen ersten Reichstag der Nachkriegszeit. Die Wahlen ergeben ein starkes Anwachsen der äußeren Flügel: Die bürgerliche Rechte verdoppelt ihre Mandate, die SPD verliert mehr als ein Drittel an die radikale Linke, die sich verdreifacht. Fehrenbach (Zentrum) wird Reichskanzler einer bürgerlichen Regierung, hat jedoch kaum 2/s der Reichstagsmandate hinter sich. Die SPD behält daher ihre Schlüsselstellung.
  • 10. Juni: Die Verminderung des deutschen Heeres auf zunächst 200.000 Mann ist durchgeführt.

Juli 1920

Die NSDAP hat im Sterneckerbräu ihre erste Geschäftsstelle, einen kleinen gewölbeartigen Raum, eingerichtet.
Im Laufe dieses Monats organisiert Adolf Hitler aus seinen Kriegskammeraden die erste Ordnertruppe. Diese trug als erste die rote Armbinde mit dem schwarzen Hakenkreuz auf weißem Feld, das von Adolf Hitler entworfene Symbol der Partei.
  • 5. Juli: (bis 16. Juli) Konferenz von Spa. Bei den Alliierten hatten sich gewisse Gegensätze herausgebildet. Die hauptsächlichen Gründe hierfür waren die eigenmächtigen Sanktionen Frankreichs vom 6. April 1920 auf der einen orientalische Interessenkonflikte (Mossul, Irak) mit England auf der anderen Seite. Bei Besprechungen in St. Remo (April) und Boulogne (Juni) einigte man sich jedoch auf Kosten Deutschlands: England sekundiert daher aufs schärfste dem französischen Partner auf einer Konferenz in Spa, welcher bei Anwesenheit der deutschen Delegation zwei Fragen behandelt:
  1. Die endgültige Entwaffnung Deutschlands. Reichswehrminister Geßler verweigert seine Unterschrift. Die Alliierten fordern nunmehr die des Generals von Seeckt, des Organisators der neuen Reichswehr. Dieser unterschreibt das Protokoll mit dem festen Willen, das Heer von nur 100.000 Mann zu einer Elitetruppe umzuschaffen.
  2. Die Alliierten fordern die Hälfte der deutschen Kohlenproduktion. Als deutscher Sachverständiger kommt hierbei auch Hugo Stinnes zum Wort:
„Ich stehe auf“, ruft er, „weil ich meinem Gegner ins Auge sehen will. Herr Millerand hat gestern erklärt, daß man uns Deutschen die Erlaubnis zu sprechen nur aus Höflichkeit erteilt hat. Ich nehme diese Erlaubnis nicht als Gnade, sondern als unser Recht in Anspruch.“
Als der französische Ministerpräsident mit Einmarsch ins Ruhrgebiet droht, entgegnet ihm der deutsche Kohlenkönig:
„Wenn Sie schwarze Truppen, das würdige Werkzeug Ihrer Politik, dazu verwenden wollen, um das Ruhrgebiet zu besetzen, so werden Sie nicht ein einziges Stück Kohle bekommen...“
Jetzt gehen die Alliierten zu militärischen Drohungen über. Schon wird Marschall Foch nach Spa gerufen. Unter diesem Zwang sehen sich Reichskanzler Fehrenbach und Außenminister Simons gezwungen - wenn auch unter Protest zu unterschreiben.
Deutschland muß monatlich (!) 2 Millionen Tonnen an die Alliierten abliefern. Im Falle eines deutschen Verzuges sollen diese das Recht haben, weitere Gebietsteile (die Ruhr!) zu besetzen. Bis zum Januar 1923 hat die deutsche Regierung versucht, eine strikte Erfüllung dieser unmöglichen Forderungen durchzusetzen.

August 1920

  • 3. August: Ende der Fleischkarte in Deutschland.
  • 10. August: Friede von Sevas zwischen der Entente und der Türkei. In diesem werden verschiedene Gebietsteile, z. B. Smyrna, Griechenland zugesprochen. Dieser Friede wurde jedoch nicht ratifiziert, weil er von den türkischen Nationalisten, die unter Kemal Pascha in Angora eine eigene Regierung gegenüber dem machtlosen Sultan in Konstantinopel bildeten, schroff abgelehnt wurde. Angesichts dieses Widerstandes verzichteten Frankreich und Italien auf gewisse Forderungen, ja Frankreich vollzog sogar eine Annäherung an Kemal Pascha. England hingegen unterstützte die Griechen, die ihren Anspruch auf Smyrna nicht aufgeben wollten.
  • 11. August: Gründung der Organisation des Forstrates Escherich (Orgesch), der im Juli 1919 Landeshauptmann der bayrischen Einwohnerwehren geworden war. Es war dies ein Selbstschutzverband zur Sicherung der bürgerlichen Ordnung, des Eigentums und der Staatsautorität, der aber unter dem Druck der Entente im Juni 1921 entwaffnet und aufgelöst werden mußte.
Zu gleicher Zeit wurde aufgrund von Entwürfen Adolf Hitlers von einer Parteigenossin die Hakenkreuzfahne geschaffen.

September 1920

Oktober 1926

November 1920

Dezember 1920

  • 1.740.000 Stück Geflügel
  • 30.000 Kühe
  • 30.000 Pferde
  • 15.000 Schweine
  • 125.000 Schafe
  • 25.000 Ziegen
  • 60.000 Rinder
in kürzester Frist abliefern.
Die Reparationskommission überreicht eine Note, wonach Deutschland weder die Bestimmungen des Versailler Vertrages noch der beiden Protokolle von Spa erfüllt habe. Die Reichsregierung trage für das Kommende die Verantwortung.
Ende 1920 belief sich die Mitgliederzahl der NSDAP auf 3.000. Auch war im Dezember der „Völkische Beobachter" in München käuflich erworben und zum offiziellen Organ der Bewegung umgestellt worden. Anfangs redigierte ihn Hitler allein, später zusammen mit Alfred Rosenberg.
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