Apolda

Aus Metapedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Apolda

Wappen der Stadt Apolda
Staat: Deutsches Reich
Gau: Thüringen
Landkreis: Weimarer Land
Provinz: Sachsen-Weimar
Einwohner (2010): 23.131
Bevölkerungsdichte: 500 Ew. p. km²
Fläche: 46,17 km²
Höhe: 205 m ü. NN
Postleitzahl: 99501 - 99510
Telefon-Vorwahl: 03644, 036462, 036465
Kfz-Kennzeichen: AP (alt: APD)
Koordinaten: 51° 1′ N, 11° 31′ O
Apolda befindet sich entweder unter Fremdherrschaft oder wird durch die BRD oder BRÖ staatsähnlich verwaltet.
Bundesland: Freistaat Thüringen

Apolda ist eine deutsche Kreisstadt in Thüringen. Sie war von 1922 bis 1950 eine kreisfreie Stadt und hat seit 1952 den Status einer Kreisstadt.

Lage

Apolda liegt im Norden Thüringens etwa zehn Kilometer südlich der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt.

Geschichte

Erstmals urkundlich bezeugt ist der Ort als Appolde im Jahr 1119. Es wurde eine Siedlung mit zwei Kirchen, der Martinskirche und der Sankt-Johannis-Kapelle, erwähnt, die Graf Wichmann aus dem Geschlecht der Edelherren von Querfurt dem Mainzer Erzbischof Adalbert I. von Saarbrücken schenkte.

Im Jahr 1528 wurde durch die Visitatoren Melanchthon, Myconius und Schurff die Pseudo-Reformation in der Stadt eingeführt und verbreitet.

Nach dem Aussterben der Apoldaer Linie der Vitzthume 1631 zogen die Ernestiner die Stadt als erledigtes Lehen ein und übergaben sie am 15. Oktober 1633 der Universität Jena als Dotalgut. Die Universität übte bis 1837 die Gerichtsrechte in Apolda aus und verfügte auch noch nach dem weitgehenden Abbruch der Burg bis zum Übergang an die Stadt im Jahr 1922 über das Landgut.

Zweiter Weltkrieg

Im Zweiten Weltkrieg erfolgte am 21. November 1944 der erste durch alliierte Luftbomber durchgeführte Terrorangriff auf Apolda. Es waren 13 Todesopfer zu beklagen. Unter ihnen war der Franzose Andre Lafon, der als ehemaliger Kriegsgefangener im Juni 1944 „in Zivil übernommen“ wurde und im Lager Baumbach in der heutigen Straße Faulborn wohnte.

Der zweite Angriff am 2. April 1945 verursachte Beschädigungen an Häusern. Das einzige Todesopfer dieses Angriffs war ein 15-jähriges Mädchen.

Bekannte, in Apolda geborene Personen

  • Franz Moericke (1885–1956), Handwerker und Politiker (KPD, SPD, USPD, SED-Mitglied)
  • Hans-Helmut Münchberg (geb. 1948), Kommunalpolitiker (vormals CDU, später parteilos)
  • Wilhelm Werner (1888–1945), Marine- und Luftwaffenoffizier, Politiker (NSDAP) und SS-Führer

Bildergalerie

Literatur

  • Julius Constantin Kronfeld: Geschichte und Beschreibung der Fabrik- und Handelsstadt Apolda. Apolda 1871

Fußnoten

  1. Wolfram Mallebrein (Hg.): Deutsche National-Denkmale, DSZ Verlag, München 1995, S. 14