Bohrdt, Hans

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Professor Johannes „Hans“ Bohrdt.jpg

Johannes „Hans“ Bohrdt (Lebensrune.png 11. Februar 1857 in Berlin; Todesrune.png 19. Dezember 1945 ebenda) war ein deutscher Maler, Professor, Buchautor und Illustrator. Berühmt sind seine bedruckende Marinemotive.

Leben

Gefecht der deutschen „Meteor“ der Bundes-Kriegsmarine mit der französischen „Bouvet“ vor Havanna (9. November 1870) im Deutsch-Französischen Krieg.

Schon in der frühen Kindheit wurde das Interesse des Künstlers Bohrdts zur Schiffahrt erkennbar. Als Jugendlicher machte er auf Seereisen seine „Studien nach der Natur“ und wurde in Valparaiso tropenkrank. 1880 stellte er erstmals in Berlin aus und wurde dort 1886 seßhaft. Ich gleichen Jahr trat er dem „Verein Berliner Künstler“ bei, ebenso dem „Verband Deutscher Illustratoren“.

Als Autodidakt beschäftigte er sich im Zuge des Flottenbauprogramms intensiv mit der Marine- und Historienmalerei. Gefördert von Kaiser Wilhelm II., dem er Malunterricht erteilte und der ihn wiederholt zu Fahrten ins Mittelmeer und zum Nordkap (dessen „Nordlandfahrten“) einlud, schuf er zahlreiche, zumeist maritime und Marine-Gemälde.

Bohrdt wurde Mitglied des „Kaiserlichen Yacht Clubs“ in Kiel und 1898 zum Professor ernannt, ihm wurden zahlreiche Ehrungen und Orden verliehen. 1906 bekam er vom Kaiser eine großzügige Villa in der Altensteinstraße in Berlin zur Verfügung gestellt.

Werke

Sein bekannteste Werk ist „Der letzte Mann“, laut englischen Quellen eine Impression des Unterganges der SMS „Leipzig“ während der Schlacht bei den Falklandinseln.

Zweiter Weltkrieg

Am 25. April 1945 wurde Bohrdts Haus in Berlin-Zehlendorf ausgebombt und vollständig zerstört. Er verbrachte daher die letzten Tage in einem Altenheim.

Tod

Professor Bohrdt verstarb tief verstört am 19. Dezember 1945. Er hinterließ einen ebenfalls malenden Sohn.

Erbe

Sein ehemaliges Anwesen beherbergt heute das „Institut für Prähistorische Archäologie“ der Freien Universität Berlin.

Literatur​

  • Lars U. Scholl: Hans Bohrdt – Marinemaler des Kaisers, Koehler, Hamburg 1995, ISBN 3-7822-0642-8