Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens

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Die allgemeine jüdische Zeitung des Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens vom 30. März 1933 wendet sich nach den Jüdischen Kriegserklärungen an Deutschland gegen die „zügellose Greuelpropaganda gegen Deutschland“ und spricht von „Lügenmeldungen“ aus den VSA.

Der Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (Central Verein, CV) wurde am 26. März 1893 in Berlin gegründet und repräsentierte die Mehrheit der bürgerlich-liberalen Juden in Deutschland. Kurz nach seiner Gründung zählte er 1.420, 1926 bereits über 60.000 Mitglieder.

Er war die bedeutendste Organisation unter den zahlreichen jüdischen Vereinen und Verbänden, die sich zur Durchsetzung jüdischer Privilegien im Kaiserreich gebildet hatten. 1929 war der CV die Dachorganisation für insgesamt 31 Landesverbände mit ca. 500 Ortsgruppen, 1938 wurde er verboten. Besonders die Rolle der Juden im Ersten Weltkrieg wurde herausgestellt.

Inhaltsverzeichnis

Zielsetzung

Der CV sah seine Hauptaufgabe in der Gewährleistung bestimmter Rechte und Vorrechte und in der Abwehr von Angriffen auf die staatsbürgerlichen und gesellschaftlichen Privilegien der Juden. Dabei bemühte man sich durchaus zu einem Bekenntnis zu Deutschland und betonte, daß die Mitglieder sich primär als Bürger des Deutschen Reichs mit einer eigenen Religion sehen würden.

Man betonte weiterhin eine deutsche Volkszugehörigkeit und ging davon aus, daß ein Zusammenleben von Deutschtum und Judentum möglich sei. Der CV lehnte die zionistische Auffassung ab, es gebe eine jüdische Nation mit eigener Geschichte, Kultur und Zukunft. Die aufkommende national-jüdische Bewegung und das Streben nach einem jüdischen Staat sei schädlich und untergrabe die Bemühungen des CV, der in der Öffentlichkeit immer wieder die Loyalität der deutschen Juden zu Deutschland betonte.

Der Titel des Publikationsorgans des CV „Im deutschen Reich“ war programmatisch. Ab 1922 gab er die wöchentlich erscheinende „CV-Zeitung“ heraus. Mit Denkschriften, Publikationen und Gesprächen versuchte der Vereinsvorstand, den Reichspräsidenten Paul von Hindenburg und die Vertreter der deutschen Wirtschaft auf die Notwendigkeit jüdischer Privilegien aufmerksam zu machen.

1928 wurde das Büro Wilhelmstraße unter Alfred Wiener errichtet.

Im Jahr 1936 benannte man sich in „Jüdischer Central Verein“ um.

Nach der Reichskristallnacht 1938 mußte die „CV-Zeitung“ ihr Erscheinen einstellen, der Verein wurde verboten.

Mitglieder

Die 1893 von Raphael Löwenfeld anonym veröffentlichte Schrift „Schutzjuden oder Staatsbürger. Von einem jüdischen Staatsbürger“ war der Hauptanstoß zur Gründung des Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, dessen Vorstand er mehrere Jahre angehörte.

Siehe auch

Verweise

  • CV-Zeitung beim Digitalisierungsprojekt Compact Memory
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