Däniken, Erich von

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Erich von Däniken in seinem bezeichnenden blauen Mantel

Erich Anton Paul von Däniken (Lebensrune.png 14. April 1935 in Zofingen) ist ein für seine Positionen berühmter schweizerdeutscher Archäologe und Parawissenschaftler. Däniken vertritt die Auffassung, daß außerirdische Lebensformen die Geschichte von antiken Zivilisationen massiv beeinflußt haben und ihre Wiederkehr wahrscheinlich sei. Seine große, weltweite Anhängerschaft kürzt ihn mit EvD ab.

Werdegang

Erich von Däniken beschäftigte sich bereits zu seiner Zeit im jesuitischen humanistischem Gymnasium St. Michael in Freiburg im Üechtland mit Archäologie, Futurologie und Kosmologie und übersetzte dort auch gerne geschichtliche Originalquellen. Seit 1960 ist er mit Elisabeth Skaja vermählt, 1963 kam seine Tochter Cornelia zur Welt.

1968 erschien von Dänikens erstes Buch „Erinnerungen an die Zukunft“, das im folgenden Jahr auch verfilmt wurde, in welchem auch sein zweites Buch „Zurück zu den Sternen“ erschien. Bis jetzt hat er bereits zahlreiche Bücher mit einer stetig steigenden Gesamtauflage von über 60 Millionen veröffentlicht und war auch Gast in zahlreichen Fernsehsendungen. Von Däniken hat die Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI (A.A.S) gegründet und war an der Schaffung des Jungfrauparks in Interlaken beteiligt, der Besuchern das Mystische näherbringen soll.

Im selben Jahr wurde Däniken auch in Wien verhaftet. Auf Betreiben der Staatsanwaltschaft Graubünden.[1] Däniken wurde zu dreieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. Seine Schulden konnte er mit Hilfe seiner Bucherlöse begleichen. Däniken wird auch mit dem Reiseschriftsteller Karl May verglichen. Auch Däniken schrieb über Orte die er nicht gesehen hatte.[2] Seinem Erfolg tat dies keinen Abbruch. Der Vergleich mit May wird gezogen, weil auch dieser zu Gefängnis und Zuchthaus verurteilt wurde, bevor er als Schriftsteller berühmt wurde.

Im Prozeß gegen Däniken ließ die Staatsanwaltschaft dessen Gläubiger auftreten, die alle aussagten sie hätten Däniken keine Kredite gewährt, wenn sie über seine Vorstrafen informiert gewesen wären. Dies wurde dennoch von Prozeßbeobachtern als unnötig empfunden, wie auch der ganze Prozeß überhaupt, weil Däniken durch seinen Bestseller längst in der Lage war seine Gläubiger auszubezahlen. Die Staatsanwaltschaft ließ auch noch einen Psychiater gegen Däniken auftreten, der intimste Details aus Dänikens Leben referierte. Auch dies wurde als völlig unnötig und als öffentliche Hinrichtung Dänikens eingeordnet.

Positionen

Däniken nahm in seinem Buch „Im Namen von Zeus“ auf 50 Seiten Stellung zum Thema Atlantis. Darin verteidigt er diejenigen die Atlantis nicht in das Reich der Fabel verweisen, sondern die Überlieferung darüber für Realität halten. Däniken glaubt nicht, daß Atlantis identisch mit Troja ist und widerspricht Eberhard Zangger, der diese Position vertritt. Er spricht sich auch gegen diejenigen aus die Atlantis im Mittelmeer verorten. Däniken selbst glaubt, daß Atlantis sich in der Karibik befand.[3]

Hauptsächlich ist Däniken aber für seine These bekannt, daß außerirdisches Leben vor tausenden von Jahren die Entwicklung der Erde und des Menschen beeinflußt hat.[4]

Kritik

Erich von Däniken wird von den Hauptströmungswissenschaftlern und -autoren nicht beachtet, da seine Thesen ihnen zu phantastisch erscheinen. Wenn er aber dennoch Aufmerksamkeit findet, dann wird ihm häufig vorgeworfen, den Satz Extraordinary claims require extraordinary evidence („Außergewöhnliche Behauptungen benötigen außergewöhnliche Beweise“) in seinen Werken zu verletzen. Indizien, auch viele Indizien, sind – im wissenschaftlichen Sinn – eigentlich keine Beweise (sondern eben bloße Anzeichen). Wahrscheinlichkeit, auch hohe Wahrscheinlichkeit, ist ebenfalls kein Beweis.

Als wegweisend muß gleichwohl von Dänikens intellektueller Stil angesehen werden, der zu Recht unablässig gegen die in unbefragten Selbstverständlichkeiten sich zeigende Denkfaulheit ankämpft. Ihm wird mitunter auch unterstellt, er nehme seine eigenen Publikationen nicht ernst und betreibe seine Arbeiten nur für finanziellen Profit. Dem ist entgegenzuhalten, daß kein einziger Reiseschriftsteller gratis durch die Welt kommt und daß jeglicher Medienzugang immer auch eine Geldfrage ist.

Werke

Bücher

  • Erinnerungen an die Zukunft, 1968
  • Zurück zu den Sternen, 1969
  • Aussaat und Kosmos, 1972
  • Meine Welt in Bildern, 1973
  • Erscheinungen, 1974
  • Besucher aus dem Kosmos (Sammelband), 1975
  • Beweise, 1977
  • Erich von Däniken im Kreuzverhör, 1978
  • Prophet der Vergangenheit, 1979
  • Lexikon der Prä-Astronautik (mit Ulrich Dopatka), 1979
  • Reise nach Kiribati, 1981
  • Strategie der Götter, 1982
  • Ich liebe die ganze Welt. Erlebte und erdachte heitere Geschichten, 1983
  • Der Tag, an dem die Götter kamen, 1984
  • Habe ich mich geirrt?, 1985
  • Wir alle sind Kinder der Götter, 1987
  • Die Augen der Sphinx, 1989
  • Kosmische Spuren (Sammelband), 1989
  • Die Spuren der Außerirdischen, 1990
  • Die Steinzeit war ganz anders, 1991
  • Die Rätsel im Alten Europa, 1991 (Roman)
  • Erinnerungen an die Zukunft. Sonderausgabe. Ungelöste Rätsel der Vergangenheit, 1992
  • Der Götter-Schock, 1992
  • Neue kosmische Spuren (Sammelband), 1992
  • Raumfahrt im Altertum, 1993
  • Das Erbe von Kukulkan, 1993 (Roman)
  • Auf den Spuren der Allmächtigen, 1993
  • Botschaften und Zeichen aus dem Universum, 1994
  • Fremde aus dem All, Kosmische Spuren: Neue Funde, Entdeckungen, Phänomene, 1995
  • Der Jüngste Tag hat längst begonnen, 1996
  • Zeichen für die Ewigkeit, Das Rätsel Nazca, 1997
  • Das Erbe der Götter, 1997
  • Im Namen von Zeus, 1999
  • Die Götter waren Astronauten, 2001
  • Die seltsame Geschichte von Xixli und Yum, 2002
  • Für 100 Franken die ganze Welt, 2003
  • Jäger verlorenen Wissens, 2003
  • Tomy und der Planet der Lüge, 2006 (Roman)
  • Falsch informiert, 2007
  • Brisante Archäologie, 2008
  • Götterdämmerung, 2009
  • Grüße aus der Steinzeit – Wer nicht glauben will, soll sehen!, 2010
  • Was ist falsch im Maya-Land? – Versteckte Technologien in Tempeln und Skulpturen, 2011
  • Der Mittelmeerraum und seine mysteriöse Vorzeit – Rätselhafte Bauten, unglaubliche Fakten und als falsch entlarvte Lehrmeinungen, 2012
  • Unmögliche Wahrheiten: Von Südamerika nach anderswo, 2013
  • Das Ende des Schweigens, 2014

Hörbücher

  • Götter des Altertums – als fremde Kosmonauten?, 1972 (Schallplatte)
  • Geheimnisse versunkener Welten, 2003 (Hörbuch, moderiert von Rainer Holbe)

DVDs

  • Geheimnisvolles Ägypten. Im alten Ägypten stimmt etwas nicht – und keiner redet darüber, 2006
  • Götterdämmerung. Die Rückkehr der Götter?, 2008
  • Erich von Däniken – Total, 2010

Auszeichnungen

1975 erhielt Erich von Däniken die Ehrendoktorschaft der Universidad Boliviana. Er erhielt weiterhin die Ehrenbürgerschaft der Stadt Ica und der Stadt Nazca, beide in Peru. Letztere machte von Däniken durch das Schreiben über die Schürflinien der Ebene von Nazca bekannt.

Zitate

„Wir begreifen uns zwar als die Gesellschaft der elektronischen Massenkommunikation, die bestinformierte Gesellschaft, wie gesagt wird, jedoch alle Informationen, die den Wissenschaftlern, den Studenten, den Journalisten, den Medienmachern und dem Fußvolk angedient werden, sind schon gesiebt, gefiltert, einseitig ausgepreßt. Die Meinung, die wir uns über etwas machen, ist oft wiedergekautes Vordenken, wobei die Vordenker ihrerseits Opfer einer einseitigen Informationsschiene sind. Pauschalurteile wie: ‚Arabische Chronisten sind Märchenerzähler‘, oder: ‚Man weiß alles über die Pyramiden‘, oder: ‚Die gesicherte wissenschaftliche Lehrmeinung…‘ sind nicht mehr als Floskeln, hinter denen sich Unwissenheit auftut. Wir sind einseitig geworden, weil uns die Informationsflut dazu zwingt, nur noch bestimmte Ideen einzulassen. Wir glauben zu oft, etwas zu wissen.“[5]
„Ich wünsche mir, meine Leser seien wie ich: gläubig, aber nicht leichtsinnig.“[6]

Filmbeiträge

BLVD 7.0 – Erich von Däniken im Gespräch mit Ken Jebsen

Verweise

Fußnoten

  1. Gerhard Mauz: „WIE ES UNSER EXPLORAND SEHR SCHÖN ZEIGT“, Der Spiegel, 9. Februar 1970
  2. „Botschaft vom Unbekannten“, Der Spiegel, 19. März 1973
  3. Erich von Däniken, Atlantisforschung
  4. Anja Richter im Gespräch mit Erich von Däniken: „Die Außerirdischen kommen in 20 Jahren wieder“, Die Welt, 22. Mai 2014
  5. In: Die Augen der Sphinx. Neue Fragen an das alte Land am Nil. C. Bertelsmann Verlag, München 1989, S. 258
  6. In: Raumfahrt im Altertum. Auf den Spuren der Allmächtigen. C. Bertelsmann Verlag, München 1993; Vollständige Taschenbuchausgabe Wilhelm Goldmann Verlag, München 1995, S. 8