Dietwart

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Dietwart (mittelhochdeutsch diet = Volk; im übertragenen Sinn deutsch) ist ein männlicher Vorname germanischen Ursprungs, der dem Vornamen Dietrich nahesteht. Zu den Kurzformen gehören Dirk, Dirck, Thirk und Dirko. Dietwart ist „der Pfleger all dessen, was dem Volke gehörig und eigen ist“. Seltener ist Dietwart auch ein Nachname.

Andere Bedeutungen

  • In der Dietrichsage ist Dietwart ein Drachentöter und Vorfahre Dietrichs.
  • In der Sprache der Turnbewegung ist er seit dem 19. Jahrhundert ein Amtsträger, zuständig für Festgestaltung, Festreden, Jugendbetreuung und Ähnliches abseits der Arbeit auf dem Turnboden (Leibesübungen).
    • Im Dritten Reich führten die Turn- und Sportvereine ab August 1934 verpflichtend einen „Dietwart“ ein, der als politischer Schulungsleiter agierte; in der Deutschen Turnerschaft zunächst zur geistigen und sittlichen Ertüchtigung eingesetzt, wurde der Dietwart im Deutschen Reichsbund für Leibesübungen im Auftrag des Reichssportführers zum weltanschaulichen Leiter der „Dietarbeit“ (= Volksbildung), der durch die „Dietprüfungen“ regelmäßig die völkische Zuverlässigkeit der Athleten gewährleistete und für die Pflege der deutschen Volkstumswerte beim Sport sorgte. Seine Betätigungsfelder im Rahmen des Dietwesens waren die Vermittlung von Rassebewußtsein sowie Gemeinschaftssinn und die Stärkung der charakterbildenden volkspolitischen, somit völkischen Haltung. An den „Dietabenden“ wurde Deutschtum gepflegt, auch durch das gemeinschaftliche Singen deutschen Liedgutes, es wurden Ausflüge geplant und im nationalsozialistischen Einklang sportliche Freizeit gestaltet.

Siehe auch

Verweise

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