Hölderlin, Friedrich

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Friedrich Hölderlin (Pastell von Franz Karl Hiemer, 1792)

Johann Christian Friedrich Hölderlin (Lebensrune.png 20. März 1770 in Lauffen am Neckar; Todesrune.png 7. Juni 1843 in Tübingen) zählt zu den bedeutendsten deutschen Lyrikern. Sein Werk nimmt in der deutschen Literatur um 1800 eine selbständige Stellung neben Weimarer Klassik und Deutsche Romantik ein. Sein Grabmal in Tübingen befindet sich unweit des Grabes von Isolde Maria Klara Kurz.

Leben

Grabstätte auf dem Tübinger Stadtfriedhof

Wirken

Zu seinem Wirken heißt es:

In jenen Jahren, da Kampf die besten Kräfte erweckte, hatte das deutsche Volk sich verjüngt. Nun müht sich der gläubige Nachwuchs der Nation jahrzehntelang, sich selbst nach einem jungen Inbild zu wandeln. Doch während sich dafür beste Kräfte verzehren, hatte die eingeborene Jünglingssehnsucht der Deutschen schon lange Gestalt gefunden: Friedrich Hölderlin hatte bereits mit vollen Händen sein tiefstes Wissen verschenkt, als die Zeit noch müd und lässig im alten Trott lief und von den verjüngenden Stürmen keine Regung verspürte; mit dem politischen Wandel der kommenden Zeiten hat ihn keine Beziehung verbunden. Dennoch hat das innere Gesetz der Zeit in seiner Gestalt sich geläutert verkörpert. In ihrem geheimsten Wollen sind jene Geschlechtersehnsüchtig nach einem nie erlebten Glauben gewesen. Hölderlin aber trug in seinem tragischem Leben diese geheime Sehnsucht wie eine stille Flamme hoch vor sich her. Ewiges Bild der Jünglingsseele, reinstes Gefäß für die Ströme, die den jungen Deutschen seit Parzivals Zeiten mit dem Rauschen der Ferne lockend erfüllen, schreitet er jenseits alles vergänglichen Treibens der Tage; doch die im tiefsten verborgene Sehnsucht jener Geschlechter, die einem inneren Reiche zustrebt und für dieses dunkle Wollen nur unbeholfene Worte findet, hat er allein in ewiges Licht hinaufgehoben.[1]

Einführung in Leben und Werk

Kurze Einführung in Leben und Werk:[2]

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Gefallenengedenken

Im Gedenken an die im Ersten Weltkrieg für Deutschland gefallenen Jugend wurde der folgende Vers von Friedrich Hölderlin in eine Stirnseite der Langemarckhalle in Berlin in Stein gemeißelt:

LEBE DROBEN
O VATERLAND
UND ZÄHLE
NICHT DIE TOTEN
DIR IST
LIEBES
NICHT EINER ZUVIEL
GEFALLEN

Werke (Auswahl)

Gedichte

Literatur

  • Hans Bethge: Hölderlin (1900) (PDF-Datei)
  • Alexander Jung: Friedrich Hölderlin und sein Werke. Mit besonderer Beziehung auf die Gegenwart (1848) PDF-Datei)
  • Carl Müller: Friedrich Hölderlin. Sein Leben und sein Dichten mit einem Anhange ungedruckter Gedichte Hölderlins (1894) (PDF-Datei)
  • Walter Betzendörfer: Hölderlins Studienjahre im Tübinger Stift (1922) (PDF-Datei)
  • Emil Lehmann: Hölderlins Lyrik (1922) (PDF-Datei)
  • Erich Trummler: Der kranke Hölderlin, Urkunden und Dichtungen aus der Zeit seiner Umnachtung ([c1921]) (PDF-Datei)
  • Norbert von Hellingrath: Hölderlin; zwei Vorträge: Hölderlin und die Deutschen; Hölderlins Wahnsinn (1922) (PDF-Datei)
  • Friedrich Seebass: Hölderlin-Bibliographie (1922) (PDF-Datei)
  • Ernst Kelchner, Johann Georg Hamel: Friedrich Hölderlin in seinen Beziehungen zu Homburg vor der Höhe, 1883 (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Guido Wenzel: Friedrich Hölderlin und John Keats als geistesverwandte Dichter, 1896 (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Paul Wiegler: Friedrich Hölderlin, in: Willy Andreas / Wilhelm von Scholz (Hg.): Die Großen Deutschen. Neue Deutsche Biographie. Propyläen Verlag, Berlin, 4 Bde. 1935–1937, 1 Ergänzungsbd. 1943; Zweiter Band, S. 357–374
  • Christian Jenssen: Deutsche Seele: Friedrich Hölderlin, in: Ernst Adolf Dreyer / Heinz W. Siska (Hg.): Kämpfer, Künder, Tatzeugen. Gestalter deutscher Größe. 3 Bde., Zinnen-Verlag, München–Wien–Leipzig 1942, Bd. II, S. 339–351
  • Herbert Cysarz: Der dichterische Dreiklang Hölderlins – Kunst, Religion, Philosophie, in Ders.: Sieben Wesensbildnisse, Brünn 1943

Fußnoten

  1. Karl Richard Ganzer: Das deutsche Führergesicht, 200 Bildnisse deutscher Kämpfer und Wegsucher aus zwei Jahrtausenden, 1937 Lehmanns-Verlag München
  2. Felix Lorenz: „Deutsche Dichter, die unsere Jugend kennen sollte“, 1922 (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!